Krailling begrüßt neue Buslinie 907

Krailling - Der Kraillinger Gemeinderat hat sich klar für eine bessere Anbindung des Gewerbegebiets KIM durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ausgesprochen.

Die Kraillinger stimmten in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Einführung der Buslinie 907 zum Fahrplanwechsel 2013/2014 zu. Ohne genau zu wissen, welche Kosten auf ihn zukommen. Susanne Münster, Verkehrsmanagerin im Starnberger Landratsamt, konnte nur versprechen, dass die Belastung für Krailling „nach Möglichkeit bei 25 000 Euro“ bleiben soll.

Bisher ist die KIM nur vom Planegger S-Bahnhof mit dem Bus 906 zu erreichen. Die neue Linie 907 soll eine Tangentialverbindung zwischen den Bahnhöfen Germering an der Linie S8 und Gauting an der S6 schaffen und dabei die KIM an beide Orte anbinden.

Die Kosten für den Bus werden auf jährlich 200 000 Euro geschätzt. Auf die Gemeinde Krailling sollten davon ursprünglich 25 000 Euro entfallen. Allerdings war man bei dieser Kalkulation noch davon ausgegangen, dass auch die Gemeinde Gauting der Einführung der Linie 907 zustimmen würde. Vor zwei Wochen lehnte der Gautinger Gemeinderat dies aber mit knapper Mehrheit ab.

„Der Landkreis Starnberg beteiligt sich mit mindestens 50 Prozent an den Kosten“, so Susanne Münster im Kraillinger Gemeinderat. Das sei allerdings nur möglich, wenn Krailling mitziehe. „Der 907er bildet eine sehr gute Ergänzung zum 906er“, warb die Verkehrsmanagerin. 30 Prozent der Mitarbeiter in der KIM kämen aus dem südlichen Landkreis Starnberg. Der Bus sei als Pendlerlinie und nicht für Schüler konzipiert. Ein großer Vorteil ist laut Münster, dass sowohl Germering als auch die KIM und Gauting auf der Ringgrenze 5/6 der Tarifzonen des MVV liegen und damit aus beiden Ringen ohne Mehrkosten angefahren werden können.

Münster betonte, dass ein Probebetrieb über vier Jahre notwendig sei. „Eine Linie, die eingeführt wird, braucht im Schnitt eineinhalb Jahre, bis sie in den Köpfen ist.“ Der Kraillinger Finanzausschuss hatte sich jedoch im Vorfeld für eine Verkürzung des Probebetriebs auf zwei Jahre ausgesprochen und deswegen das Thema in den Gemeinderat verwiesen.

Dort war von Bedenken nichts mehr zu hören. Mathias Walterspiel (CSU) schlug vor, die neue Buslinie in den ersten zwei Wochen kostenfrei laufen zu lassen, „zum Reinschnuppern“. Wer dafür die Kosten übernehmen soll, blieb allerdings offen.

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