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Eine Stunde darf man hier zu Geschäftsöffnungszeiten parken, doch überwacht wurde dies bisher nicht.

Nach Brief von geschäftsleuten

Mit Strafzetteln Dauerparker aus der Margaretenstraße vergraulen

Karilling - Die Gemeinde Krailling lässt künftig auch den ruhenden Verkehr überwachen. Vorrang hat die Margaretenstraße.

Dort ansässige Geschäftsleute hatten in einem Brief auf die schwierige Parksituation vor ihren Läden hingewiesen. Der Gemeinderat beschloss nun in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, probeweise für sechs Monate Knöllchen für unrechtmäßiges Parken ausstellen zu lassen.

25 Stunden im Monat widmet sich der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberbayern dem fließenden Verkehr in Krailling. Während Nachbargemeinden wie Planegg neben Temposündern auch Falschparker zur Kasse bitten, verzichtete man bisher darauf. Auf den ausgewiesenen Parkplätzen vor den Geschäften in der Margaretenstraße ist die Benutzung der Parkscheibe Pflicht. Abstellen darf man sein Auto Montag bis Freitag zwischen 7.30 und 18.30 Uhr sowie Samstag zwischen 7.30 und 13 Uhr maximal 60 Minuten. Nur überprüft wurde das nie. „Die Geschäftsleute haben das Problem, dass Parkplätze den ganzen Tag für ihre Kunden verloren gehen, weil Dauerparker draufstehen“, sagt Franz Wolfrum, leitender Beamter in der Gemeindeverwaltung. Auch Patienten der im Ärztehaus praktizierenden Mediziner haben Schwierigkeiten, ihr Auto abzustellen.

Dass Kunden wegbleiben, zeigt das Beispiel von Wolfgang Behm. Der Kraillinger sagt: „Es passiert mir laufend, dass ich keinen Parkplatz finde. Ich fahre dann gleich weiter zum Edeka.“ Die Einführung von Kontrollen und Bußgeldern begrüßt er.

Der Grundsatzbeschluss ist gefällt, nun nimmt die Gemeinde Verhandlungen mit der Kommunalen Verkehrssicherheit Oberbayern auf, um zusätzliche Stunden zu buchen. Nur eine Straße zu überwachsen, so Wolfrum, sei nicht möglich. Prioritäten innerhalb des Gemeindegebiets seien aber möglich. Wolfrum: „Das ist ganz klar die Margaretenstraße.“

nik

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