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 Bergerweiher: Algen und Verschlammung trüben den Badespaß.

Bergerweiher

Ausbaggern kommt teuer

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Eine im Durchschnitt 34 Zentimeter dicke Schicht bedeckt den Boden des Bergerweihers. Ausbaggern wird teuer.

Krailling – Der Bergerweiher in Krailling hat unter Badegästen viel von seiner Attraktivität eingebüßt. Das liegt nicht nur an dem tödlichen Badeunfall eines 15-jährigen Iren im Jahr 2016 (wir berichteten), sondern vor allem an der Algenbildung und Verschlammung durch Treibgut und Laubeintrag. Nur selten noch suchen Schwimmer Abkühlung in dem Teich.

Als offiziellesBad wollte die Gemeinde den Würm-Weiher ohnehin nie ausweisen, doch ein sauberes, kleines Naturidyll soll er bleiben. Bevor Maßnahmen ergriffen werden, hat der Gemeinderat die Schlammstärke ermitteln lassen. Die Ergebnisse des Gutachtens liegen nun seit Juli vor: Eine im Durchschnitt 34 Zentimeter dicke Schicht bedeckt den Boden des Bergerweihers.

Ob man den Weiher ausbaggern lässt, muss jetzt der Kraillinger Gemeinderat entscheiden. Denn dies ist mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden. Nicht nur, dass man den Fisch- und Amphibienbestand in die Würm und umliegende Biotopflächen versetzen müsste. Der Schlamm müsste auf einer Deponie entsorgt und zudem vorher irgendwo zwischengelagert und getrocknet werden.

Eine grobe Kostenschätzung für einen vom Starnberger Büro Terrabiota vorgelegten Maßnahmenkatalog inklusive Neubepflanzung hatte die Gemeinderäte im Dezember vergangenen Jahres geschockt. Damals war für die Sanierung von einem Betrag im Bereich von rund 500 000 Euro ausgegangen worden. Eine neue, genauere Kostenberechnung sollen nun die Landschaftsarchitekten von Terrabiota vorlegen

Mit einer Verbesserung der Situation ist schnell nicht zu rechnen. „In diesem Jahr werden sicherlich keine größeren Maßnahmen mehr ergriffen“, so Umweltreferentin Susanne Brittinger.

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