Träger für Betreutes-Wohnen-Projekt gesucht

Entscheidung wird zur Kostenfrage

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Krailling – Die Gemeinde Krailling sichtet weiter Bewerber. Nach dem Roten Kreuz haben jetzt das Diakonische Werk Fürstenfeldbruck sowie die Caritas dem Gemeinderat ihre Konzepte für das Betreute-Wohnen-Projekt in der Margaretenstraße vorgestellt.

Wer den Zuschlag als Träger der Anlage erhält, dürfte letztlich eine Frage des Geldes sein. Denn die Kosten, die auf die Bewohner zukommen, sind je nach Betreuungsangebot sehr unterschiedlich.

Die Diakonie Fürstenfeldbruck, der soziale Arm der evangelischen Kirche, wie es Vorstand Thomas Behr formulierte, beschäftigt rund 400 Mitarbeiter in verschiedenen sozialen Bereichen wie Altenheimen, Kindertagesstätten und Beratungsstellen. In Puchheim betreut die Diakonie seit mehr als 30 Jahren 44 Wohnungen. Ziel sei es, dem Kunden die Freiheit der Wahl zu lassen, betonte Behr. Die Bewohner der in Krailling geplanten 22 Wohneinheiten soll eine Betreuerin zehn Stunden in der Woche unterstützen, so sein Vorschlag. Hierfür würden inklusive Hausnotruf Kosten von 90 Euro pro Monat anfallen. Weitere Leistungen wie Hausmeisterdienst, Wäschereinigung oder Essen auf Rädern könne man zusätzlich buchen. „Man kann viel anbieten, am Ende muss man es bezahlen.“

Deutlich teurer war das Angebot, das Vertreter der Caritas unterbreiteten. Für 198 im Monat (Ehepartner zahlen weitere 98 Euro) gibt es mit einer Betreuungszeit von 20 bis 25 Stunden pro Woche aber auch das doppelte Stundenkontingent. Bürgermeisterin Christine Borst hielt diesen Betrag in Bezug auf die Margaretenstraße für zu hoch. Die Caritas kann freilich damit punkten, dass sie in unmittelbarer Nähe auch das Altenheim Maria Eich unterhält. Dessen Freizeitangebote könnten Bewohner des Betreuten Wohnens nutzen. Man sei auch in der Lage, schnell zu reagieren, wenn jemand einen Platz in die Kurzzeit- oder Tagespflege benötige, erklärte Mirjam Dirscherl, Leiterin des Caritas-Altenheims St. Gisela in Gräfelfing.

Eine Entscheidung über den künftigen Träger fällte der Gemeinderat noch nicht.

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