Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest
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Der neue Vorstand der BIK: (vorne v.li.) Konrad Kraft,, Hannelore Schmid, (hinten v.li.): Heinrich Bach, Karlheinz Riepl, Wilfried Tettweiler und Maximiliane Mehringer. 

Auflösung verhindert

Bürgerinitiative Krailling stellt sich neu auf

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Die Bürgerinitiative Krailling (BIK) wieder handlungsfähig, eine Auflösung des Vereins abgewendet. Bei der Versammlung am Dienstag im Bürgerhaus Hubertus wählten die Mitglieder Konrad Kraft zum neuen Vorsitzenden.

Krailling–  Der 75-jährige Diplom-Kaufmann Konrad Kraft hat sich zuletzt stark im Kraillinger Helferkreis Asyl engagiert. Jetzt wolle er sich „ganz toll“ für die BIK einsetzen, versprach Kraft den BIK-Mitgliedern. Das dürfte auch nötig sein, denn zuletzt ruhte die Arbeit des Vereins. Mangels eines Vorstands habe man keine Ausgaben mehr genehmigen und so auch keine Veranstaltungen durchführen können, sagte Wilfried Tettweiler, der als Kassier im Amt bestätigt wurde. Wie berichtet, hatten sich bei der Hauptversammlung im Dezember nicht genügend Kandidaten für den Vorstand gefunden. Der damalige Vorsitzende Bernhard Bullemer war krankheitsbedingt ausgeschieden, Imme Kaiser, Thomas Metzner und Tobias Jaeger erklärten damals, für die Vorstandsarbeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Einzig Tettweiler hielt die Fahne noch hoch. „Jetzt können wir die nächsten zwei Jahre wieder Gas geben“, konstatierte er am Dienstagabend zufrieden.

Gas geben wollen auch Hannelore Schmid und Karlheinz Riepl, die als stellvertretende Vorsitzende und Schriftführer den neuen Vorstand komplettieren. Als Beirätin soll diesem Maximiliane Mehringer, ehemalige SPD-Gemeinderätin und Sprecherin der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, zur Seite stehen. Das Amt des Revisors übernimmt erneut Heinrich Bach.

An Themen wird es dem neuen Vorstand nicht mangeln, das macht die Liste der Arbeitsaufträge deutlich, die ihm die knapp 20 anwesenden Mitglieder auf den Weg gaben. In der Kritik steht vor allem die Flächennutzungsplanänderung für das Betreute-Wohnen-Projekt am Caritas-Altenheim. Waltraud Asam bezweifelte, dass es an dieser Stelle einen wirklichen Bedarf für Seniorenwohnungen gebe, zumal in der Nähe keine Einkaufsmöglichkeiten vorhanden seien. „Senioren leben lieber in der Ortsmitte als da draußen.“ Die 23 im Bau befindlichen Wohnungen an der Margareten-/Ecke Elisenstraße seien für Krailling erst einmal ausreichend, meinte Asam.

Riepl kritisierte die im Zuge der Planung angedachte Wohnbebauung zwischen Paula-Anders-Weg und Sportverein. Die Biotop-Brücke in Richtung Maria Eich sei zur Hälfte Bannwald. „Ich stelle mir mit Schrecken vor, wenn dort gebaut wird“, sagte Riepl, langjähriger Abteilungsleiter Tennis des TV Planegg-Krailling. Hannelore Schmid verwies auf die angespannte Verkehrssituation in der Sackstraße. Schon heute gebe es in der Rudolf-von-Hirsch-Straße aufgrund der vielen parkenden Autos kaum ein Durchkommen. Allein im Caritas-Kinderhaus arbeiteten inzwischen 32 Erzieherinnen, ohne dass man eigene Stellplätze geschaffen habe.

Sorge bereitet den BIK-Mitgliedern die „zunehmende Aufweichung des Regionalplans“. Durch die im Rahmen der aktuellen Fortschreibung geplante Herausnahme von Flächen aus dem regionalen Grünzug befürchtet man, dass der Bereich zwischen Altenheim und Drosselweg eines Tages bebaut wird. Wilhelm Mahler sah sogar die Sanatoriumswiese gefährdet.

Werner Engl riet der BIK als ehemaliger Vorsitzender, ihre Positionen klar zu formulieren und diese dann an den Gemeinderat heranzutragen. Die BIK erwägt nun, ein Hearing mit Gemeindevertretern und Fachleuten abzuhalten, um zu brisanten Themen bessere Informationen zu erhalten. Engl erklärte sich bereit, als Gemeinderat der Grünen daran teilzunehmen.

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