Dienstaufsichtsbeschwerde

Bürgermeisterin weist Vorwürfe zurück

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Bürgermeisterin Christine Borst weist die in einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen sie und ihre Stellvertreterin Karin Wolf vorgebrachten Vorwürfe zurück.

Krailling – Fünf Kraillinger werfen Borst und Wolf vor, die Bevölkerungbei wichtigen Themen der Ortsplanung auszugrenzen. So etwa bei den Planungen der Gemeinde an der Rudolf-von-Hirsch-Straße, wo man eine Anlage für betreutes Wohnen plant und ursprünglich eine Wohnbebauung angedacht war. Dass die von Bürgern eingereichten Stellungnahmen bis heute nicht behandelt wurden, begründet Borst mit dem inzwischen veränderten Umgriff des Flächennutzungsplans. Die Planung müsse deshalb erneut ausgelegt werden. Im Rahmen einer Gesamtabwägung werde sich der Gemeinderat dann „mit allen eingegangenen Anregungen und Bedenken befassen“, heißt es in einer Presseerklärung.

Auch bei der Ortsmitteplanung sieht Borst kein Ausgrenzen der Bevölkerung. Der vom Gemeinderat gebilligte Masterplan diene als Grundlage für den Bebauungsplan. Erst bei diesem – und nicht beim Masterplan – sei eine zweistufige Beteiligung der Öffentlichkeit erforderlich. Dieser Verfahrensschritt stehe aber erst bevor.

Die von ihr im März zugesagte Informationsveranstaltung zum Thema Verkehr finde statt. Es seien aber zahlreiche Vorarbeiten erforderlich gewesen, etwa eine Verkehrszählung in der Rudolf-von-Hirsch-Straße und eine Verkehrsbefragung in der Margaretenstraße. Die Auswertung liege nun vor und werde am 15. November in einer Verkehrskonferenz öffentlich vorgestellt.

Ihre Stellvertreterin Karin Wolf nimmt Borst in Schutz. Sie habe ihre Sache „gut und zuverlässig“ gemacht. Die Beschwerdeführer hatten Wolf vorgeworfen, während der mehrwöchigen krankheitsbedingten Abwesenheit der Bürgermeisterin mit den Amtsgeschäften überfordert gewesen zu sein. Borst selbst will kommenden Donnerstag wieder auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen.

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