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Drei junge Unternehmer sind startbereit: Desinfektionssprays zum „Ankoppeln“ ans Smartphone sollen zum Marktrenner werden. Ein Kraillinger ist einer der Ideengeber.
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Luis Loibl aus Krailling hat mit zwei Partnern ein Start-up gegründet. Sie haben eine kleine, flache und nachfüllbare Desinfektionseinheit entwickelt, die sich an die Handy-Rückseite kleben lässt. 

Ein Ideengeber kommt aus Krailling

Desinfizieren mit dem Handy

Drei junge Unternehmer sind startbereit: Desinfektionssprays zum „Ankoppeln“ ans Smartphone sollen zum Marktrenner werden. Ein Kraillinger ist einer der Ideengeber.

KraillingManchmal sind einfache Lösungen die besten. Davon ist Luis Loibl überzeugt, der vor knapp drei Monaten gemeinsam mit zwei Freunden ein Unternehmen gründete. Prototypen und ein erstes Werbe-Video zeigen: Ein extra-flaches, schwarz gefärbtes Fläschchen mit Desinfektionsspray passt perfekt zum Andocken an Smartphone oder Handy-Hülle.

„Die Idee ist: Ein Smartphone hat jeder immer dabei, und mit unserem Gadget kann man sich einfach überall die Hände desinfizieren.“ Denn das, was die jungen Entwickler von „Clay Disinfect“ ein „Gadget“ nennen, ist ein zweiteiliger Aufsatz ans Mobiltelefon: ein aufklebbarer Plastik-Riegel, in den sich ein ultraflaches Sprayfläschchen einhaken lässt.

Nachfüllbares Fläschchen

„Das Zusatzteil kann man sowohl am Handy als auch an der Hülle anbringen“, erläutert Loibl. Das Fläschchen sei natürlich nachfüllbar. Und ohne das eingehakte Spray sei der Plastikriegel ausklappbar zum Bilderständer, mit dem man das Smartphone praktisch auf den Tisch stellen könne: ideal zum Betrachten von Bildern oder Videos. Rückstandslos entfernbar sei das Zusatzelement natürlich auch, wenn man es eines Tages weghaben oder zum nächsten Smartphone wechseln wolle.

Wer jetzt glaubt, der Entwicklungsimpuls sei parallel zur Corona-Pandemie gekommen, irrt: „Tatsächlich entstand die Produkt-Idee bereits im Rahmen des BWL-Studiums vor zwei Jahren“, sagt Loibl. Aus dem damals rein hypothetischen Business-Plan unter sieben Studenten entstand in diesem Frühjahr eine konkrete Unternehmensgründung von nur noch zwei frischgebackenen BWL-Absolventen, ergänzt um einen Berliner Ingenieur.

Wie ernsthaft der 25-jährige Kraillinger mit seinen Mitstreitern loslegt, zeigt sich erstens an der klaren Festlegung der Aufgabengebiete: Niklas Linß sei für die Finanzen zuständig, er selber für Marketing und Vertrieb und Ingenieur Akshay Phadtare für die Produktentwicklung. „Wir hatten Kontakt mit Spritzgussherstellern bis aus China, haben uns zuletzt aber für einen lokalen Hersteller entschieden.“

„Clay“ wie „Clean“ und „Spray“

Nach der Festlegung des Namens – „Clay“ sei zusammengesetzt aus „Clean“ und „Spray“ – habe man noch den Geschmacksmusterschutz eintragen lassen, damit die Idee nicht gleich nachgeahmt werden könne. Fehlt also nur noch der finanzielle Anschub. Hier entscheidet sich die „Clay Disinfect UG“ für ein Modell von Vorbestellungen, wodurch Einnahmen bereits zwei bis drei Monate vor Auslieferung entstehen.

Die flachen, in schlichtem Schwarz kaum sichtbaren Handy-Rückseiten kann man unter dem Stichwort „Clay Disinfect“ sowohl im Video auf der Website von „startnext.com“ in der Anwendung ansehen als auch vorbestellen. Die kleinste Investition beträgt 16,90 Euro. Dafür bekommt man dann – Lieferpreis inklusive – etwa im Oktober ein Komplettset mit bereits einsetzbarem Spray: „Natürlich ist die Flüssigkeit auch viruzid, also virentötend – wie es in Corona-Zeiten sein muss“, sagt der geschäftstüchtige 25-jährige Kraillinger.

Aus Krailling stammt eine weitere Geschäftsidee, die gerade in Corona-Zeiten interessant ist.

Andreas Bretting

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