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Vorweihnachtlicher Besuch: Heimleiterin Diana Sturzenhecker (3.v.r.) begrüßte (v.l.) den stellvertretenden Starnberger Landrat Tim Weidner, Gabriele Stark-Angermeier ( Vorstand Caritasverband), Diözesan-Caritasdirektor Georg Falterbaum, Kardinal Reinhard Marx, Ordinariatsdirektorin Elke Hümmeler, Doris Schneider (Caritas-Geschäftsführerin Altenheime) und Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux.

Hoher Besuch

Ein Vormittag mit Kardinal Marx

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Kardinal Reinhard Marx hat am Freitag das Caritas-Altenheim Maria Eich in Krailling besucht. Einen ganzen Vormittag nahm er sich Zeit für Bewohner und Belegschaft. „Für mich gibt es keine Kirche ohne Hinwendung zu den Alten, Kranken, Schwachen“, sagte Marx im Gespräch mit den Mitarbeitern.

Krailling– Marx, Erzbischof von München und Freising, hat es zur Tradition gemacht, in der Vorweihnachtszeit eine soziale Einrichtung zu besuchen. Heuer fiel die Wahl auf das Kraillinger Altenheim. Dessen Leiterin Diana Sturzenhecker sprach von einer „großen Ehre“ und dankte dem Kardinal: „Die Altenhilfe und der stationäre Bereich brauchen positive Multiplikatoren.“

Anlässlich des Besuchs erhielt das Altenheim eine Spende in Höhe von 10 000 Euro. Marx konnte im Rahmen eines Rundgangs gleich die Massageliege in Augenschein nehmen, die mit einem Teil des Geldes finanziert worden war. Der Rest ist für Teambuildingmaßnahmen und Gesundheitsförderung der Mitarbeiter gedacht. Der Erzbischof kam auch durch den beschützenden, aber nicht geschlossenen Bereich, in dem demente, teils weglaufgefährdete Senioren leben. Dort stimmte er mit Bewohnern und Pflegekräften „Lasst uns froh und munter sein“ an und hatte für jeden am Tisch ein Wort übrig.

Abläufe an Bedürfnissen der Bewohner ausgerichtet

Das Altenheim Maria Eich ist eine vollstationäre Einrichtung mit 165 Plätzen, die derzeit alle belegt sind. 130 Mitarbeiter kümmern sich in Pflege, Hauswirtschaft, Sozialer Begleitung, Küche, Verwaltung und Haustechnik um die Senioren. Das Haus hat sich wie alle Caritas-Einrichtungen der konsequenten Bewohnerorientierung verschrieben. Die Abläufe richten sich ganz nach den Bedürfnissen der Bewohner. Das fängt beim Essen an. Es gibt keine festen Zeiten, zu denen die Mahlzeiten eingenommen werden müssen. Zudem haben die Bewohner eine Wahlmöglichkeit. „Allein der Gedanke, dass man wählen kann, macht zufriedener“, sagte Marx, der feststellte: „Es macht richtig Spaß, so ein Haus zu besuchen, wo gute Stimmung herrscht und die Mitarbeiter motiviert sind. Das ist nicht gespielt. Das merke ich sofort.“ Er blickte in die Zukunft: „Wir müssen den Bereich der Pflege ganzheitlicher fassen. Schauen wir doch auf das ganze Leben.“ Der Kardinal sprach auch an, was ihn empört am gesellschaftlichen Diskurs: Den Begriff „Überalterung“ nannte er „unglaublich“. Da würde alten Menschen ihr Alter vorgeworfen. Im Altenheim Maria Eich ist man weit davon entfernt.

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