Gewerbesteuer

Einnahmen sinken drastisch

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Die Gemeinde Krailling muss künftig wieder kleinere Brötchen backen. Die Gewerbesteuereinnahmen werden in diesem Jahr rapide sinken – voraussichtlich um fast 60 Prozent.

Krailling – Dass die Gewerbesteuereinnahmen unter dem Haushaltsansatz bleiben, gab es in Krailling in den vergangenen Jahren nie. Was daran lag, dass der langjährige Kämmerer Gerhard Friedrich das Soll betont niedrig ansetzte. Auch heuer ist dies so: Obwohl man im Vorjahr bei der Gewerbesteuer Rekordeinnahmen von fast 16 Millionen Euro verbuchte, wurden im Haushalt für 2018 nur 8 Millionen angesetzt. Doch nicht einmal dies dürfte erreicht werden. Laut Kraillings neuem Finanzverwalter Michael Aßmus werden in diesem Jahr voraussichtlich nur 6,5 Millionen Euro in den Gemeindesäckel fließen. Im Jahr 2017 habe es eine außergewöhnliche Entwicklung mit vielen Einmalerträgen gegeben, so der Kämmerer. „Jetzt sind wir wieder auf Normalniveau angelangt.“ Vor dem Rekordsprung lagen die Gewerbesteuern 2016 bei 6,94 Millionen Euro.

Relativ konstant bleiben dagegen die Einnahmen aus der Lohn- und Einkommenssteuer. Unterm Strich dürfte man am Ende des Jahres etwas über dem Haushaltsansatz von 6,64 Millionen Euro liegen.

Die größte Investition im kommenden Jahr ist die Neugestaltung der Ortsmitte, die sich bekanntlich um ein Jahr verzögert hat (wir berichteten). Für das Projekt waren bereits heuer 2,58 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, wovon nur rund 100 000 Euro abgerufen wurden. Auf der Agenda hat man 2019 außerdem kleinere Straßenbaumaßnahmen sowie die Sanierung der so genannten Rialtobrücke.

Das Mammutprojekt Schulsanierung, in dessen Rahmen auch ein Anbau geplant ist, will man in den Jahren 2020 bis 2022 stemmen. Die Kosten hierfür werden sich laut Kämmerer Aßmus grob geschätzt auf 15 bis 17 Millionen Euro belaufen. „Das ist nicht aus der Portokasse zu finanzieren.“ Aßmus geht davon aus, dass die Gemeinde dann um eine Kreditaufnahme nicht herumkommt. Es sei denn, die Einnahmen aus der Gewerbesteuer schießen wieder in die Höhe.

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