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Das Kraillinger Altenheim Maia Eich soll in Richtung Süden um 5000 m2 für eine Betreutes-Wohnen-Anlage mit rund 40 Wohnungen erweitert werden .

Erweiterung Caritas-Altenheim

Einwände von 239 Bürgern abgewiesen

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Die Gemeinde Krailling schafft die Voraussetzungen für die Erweiterung des Caritas-Altenheims Maria Eich sowie eine künftige Wohnbebauung. Einstimmig segnete der Bauausschuss am Dienstag die Änderung des Flächennutzungsplans für den nördlichen Bereich der Rudolf-von-Hirsch-Straße ab – trotz Einwendungen von 239 Bürgern.

Krailling – Die Unterschriftenlisten hatte der ehemalige FBK-Gemeinderat Wilhelm Mahler eingereicht. Darin sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, das Altenheim für eine Betreutes-Wohnen-Anlage nicht in Richtung Süden, sondern östlich in Richtung der Sportanlage des TV Planegg-Krailling zu erweitern. Der dortige Baumbestand mit junge Fichten unterliege nicht vielfältigen Schutzbestimmungen, etwa der Bannwaldverordnung, wie das jetzt vorgesehene Grundstück mit Laubmischwald.

Im Bauausschuss betonte man, dass man das zirka 5000 m2 große Grundstück mit Bedacht gewählt habe. Entscheidend sei die betriebswirtschaftliche Anbindung des Neubaus an das Altenheim, betonte Mathias Walterspiel (CSU-Fraktion). „Sonst funktioniert das nicht.“ Das sah Martin Hofmann (SPD-Fraktion) ebenso. Bei einer Erweiterung Richtung Sporthalle würden Altenheim und Betreutes Wohnen durch den öffentlichen Paula-Anders-Weg zerschnitten. Eine spätere Ausweitung des Baugebiets Richtung Klein-Hollywood und Drosselweg, wie von den Unterzeichnern befürchtet, sei „wilde Spekulation, die jeglicher Grundlage entbehrt“, so der beauftragte Planer Nikolaus Brandmair in seiner Abwägung der Bürgerbedenken.

Den Bereich zwischen Altenheim und Sporthalle will sich die Gemeinde zur Schaffung von günstigem Wohnraum offenhalten. Aus Gründen des Lärmschutzes will man aber vom Sportplatz abrücken und der Sporthalle einen Grünstreifen vorlagern. Dadurch verringert sich laut Brandmair die bebaubare Fläche von rund 10 000 auf 7700 m2. Damit könne man aber immer noch Wohnraum für 100 bis 150 Personen schaffen. Den von Werner Engl (Grüne) und Dietlind Freyer-Zacherl (FBK) unterstützten Vorschlag, auch im Norden zur Gemeindegrenze von Planegg einen Grünstreifen vorzusehen, lehnte der Bauausschuss mehrheitlich ab. Engl sah darin eine Chance zu einer besseren Vernetzung und Aufwertung der Grünzüge beider Gemeinden in Richtung Maria Eich. Sebastian Sefzig (FDP) hielt dagegen, dass sich bei einer weiteren Reduzierung die Fläche nicht mehr sinnvoll nutzen lasse, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Bedenken zur Ausweisung neuer Wohnbauflächen an der Gemeindegrenze kommen aus Planegg. Dort befürchtet man, dass es dadurch zu einer Beeinträchtigung der schützenswerten Eichenbestände des Klosterwaldes mit seinen Urwaldkäfern kommt. Derartige Befürchtungen will man von Kraillinger Seite in Gesprächen mit der Nachbarkommune ausräumen.

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