+
Der Paulhanplatz erhielt 2006 anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Krailling und der südfranzösischen Gemeinde seinen Namen. Unser Foto zeigte die damaligen Bürgermeister Bernard Soto  und Dieter Hager (Bildmitte v.li.) vor dem Gedenkstein.  

Paulhanplatz

Gemeinderat hält an Verlegung des Bio-Wochenmarktes fest

  • schließen

Es bleibt dabei: Der Kraillinger Bio-Wochenmarkt soll vom Parkplatz der Kraillinger Brauerei auf den Paulhanplatz verlegt werden. Das entschied der Gemeinderat am Dienstag mit großer Mehrheit – trotz Kritik aus Reihen der Bürgerschaft.

Krailling Wie berichtet, hatte die Bürgerversammlung das Thema erneut auf die Tagesordnung gebracht und beantragt, den Platz an der Ecke Margareten-/Pentenrieder Straße vollständig als Grünfläche zu erhalten. Nur die zwei Vertreter der FBK, Dietlind Freyer-Zacherl und Rudolf Heidrich, befürworteten den Antrag.

Mit diesem hatte sich der Gemeinderat im Rahmen der Behandlung des Bebauungsplanentwurfs für die südliche Margaretenstraße befasst. Während der Auslegung waren Einwendungen und Bedenken von insgesamt 17 Bürgern eingegangen. Mehrfach wurde auch hier gefordert, das Erscheinungsbild des Platzes im jetzigen Zustand zu belassen. Außerdem monierten Bürger den Wegfall von Parkplätzen sowie die ihrer Ansicht nach zu große Zahl von Bäumen in der Margaretenstraße, wodurch Gebäude verschattet würden.

Eleonore Zwißler (CSU) zeigte Verständnis für die Befürchtungen der Bürger. In erster Linie gehe es diesen um den Erhalt des Paulhanplatzes als Grünfläche. Stephan Bock (SPD) sprach sich dafür aus, nach einem Jahr zu überprüfen, ob sich die Verlegung des Wochenmarkts bewährt habe. Wenn nicht, könne man die Marktfläche am Paulhanplatz wieder begrünen.

Eine Teilfläche des Platzes soll bekanntlich eine Sandstreudecke erhalten. Man könne aber keinesfalls, wie in Bürgereinwendungen geäußert, von einer Sandwüste sprechen, erklärte Bürgermeisterin Christine Borst. Die Fläche könne auch außerhalb des Marktbetriebs vielfach genutzt werden, etwa zum Boule-Spielen. Zudem bleibe die Hälfte des Platzes grün, betonte Martin Hoffmann (SPD-Fraktion). Das sah auch Adrienne Akontz (Grüne) so, obwohl sie nach eigener Aussage mit dem jetzigen Standort ebenfalls zufrieden gewesen sei. Im Zuge der Umgestaltung gewinne der Platz auch viel an Grün, sagte sie. Matthias Walterspiel (CSU-Fraktion) konstatierte insbesondere Vorteile für den Einzelhandel. Je mehr Einkaufsoptionen es in der Ortsmitte gebe, desto attraktiver werde diese. „Jedes einzelne Geschäft wird profitieren, nicht nur die Marktfrauen.“

Mit der Frage, ob der künftig verkehrsberuhigte Geschäftsbereich der Ortsmitte ein Beton- oder Natursteinpflaster erhält, befasste sich der Gemeinderat am Dienstag noch nicht. Die erneute Behandlung dieses Themas hatte die Bürgerversammlung vergangene Woche ebenfalls beantragt. Im Bebauungsplan will man lediglich festlegen, dass der Belag wasserdurchlässig ist.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Parkrempler auf dem Vormarsch
Parkrempler werden im Würmtal ein immer größeres Problem: An zwei von drei Tagen beschädigt durchschnittlich ein Autofahrer ein anderes Auto beim Parken – und fährt …
Parkrempler auf dem Vormarsch
Zwei Autofahrer bei schwerem Verkehrsunfall verletzt
Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Montag in Neuried zwei Autofahrer verletzt worden.
Zwei Autofahrer bei schwerem Verkehrsunfall verletzt
Nachdenken über Neubauten
Die notwendige energetische Sanierung des Büro- und Wohngebäudes am Gräfelfinger Bauhof könnte sich zu einem deutlich größeren Neubau auswachsen. Der Bauausschuss …
Nachdenken über Neubauten
Gemeinde will massive Bebauung am Friedhof verhindern
Die Gemeinde Planegg will eine massive Bebauung am Friedhof verhindern. Und begibt sich dafür auf Umwege.
Gemeinde will massive Bebauung am Friedhof verhindern

Kommentare