Der ehemalige Kraillinger Bürgermeister Dieter Hager freute sich im Herbst 2008 über diese stählerne Würdigung, die ihm von den KIM-Unternehmern zuteil wurde. Heute sieht das Landratsamt sie als verkehrsgefährdend ein, die Gemeinde hält dagegen. a-Foto: dagmar rutt
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Der ehemalige Kraillinger Bürgermeister Dieter Hager freute sich im Herbst 2008 über diese stählerne Würdigung, die ihm von den KIM-Unternehmern zuteil wurde. Heute sieht das Landratsamt sie als verkehrsgefährdend ein, die Gemeinde hält dagegen. a-Foto: dagmar rutt

Krailling will KIM-Logo erhalten und prüft Eingemeindung

Hager-Würdigung aus Stahl als verkehrsgefährdend eingestuft

  • Andreas Deny
    vonAndreas Deny
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Krailling – Im Oktober 2008 wurde am Kreisverkehr zum Kraillinger Gewerbegebiet eine Tafel mit dem KIM-Logo und einer Danksagung an den ehemaligen Bürgermeister Dieter Hager enthüllt. Die rund eine Tonne schwere Stahltafel an der Pentenrieder Straße soll jetzt verschwinden, da sie nach Auffassung des Landratsamtes Starnberg an dieser Stelle verkehrsgefährdend ist. Die Gemeinde will das nicht hinnehmen und greift möglicherweise zu einem Kniff.

Der Bauausschuss beauftragte in jüngster Sitzung die Verwaltung zu prüfen, ob sich das Ortsgebiet der KIM um den Bereich der beiden Kreisel erweitern lässt. Womit dieser Abschnitt der Pentenrieder Straße innerorts wäre und die Tafel stehen bleiben dürfte.

Hintergrund der Diskussion im Bauausschuss war das von der Gemeinde vor einem Jahr beschlossene Tempolimit von 60 km/h auf den Straßen westlich des Kraillinger Gewerbegebiets. Dies hatte das Landratsamt moniert. Der Ausschuss beschloss, zwischen Fischerfeldstraße und Römerstraße künftig Tempo 70 als Höchstgeschwindigkeit festzulegen. Dies soll in Zukunft auch für die Römerstraße gelten, wenn die für den Spätsommer geplante Sanierung eines Teilstücks der maroden Straße, beginnend an der Autobahnbrücke in Richtung Gut Hüll, abgeschlossen ist.

Für ein derartiges Tempolimit, das sich auch auf die Unterbrunner Straße bis zur Ortstafel Frohnloh sowie die Gutstraße bis zur Ortstafel Pentenried erstreckt, hat das Landratsamt seine Einwilligung gegeben. „Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist zulässig, da die Kreuzung Römerstraße/Pentenrieder Straße unfallträchtig ist. Die auf die Kreuzung zulaufenden Strecken sind zum Großteil eng und kurvenreich, Wald und freie Strecken wechseln sich ab. Die Bankette sind oft schlecht ausgebaut“, heißt es in einem Schreiben an die Gemeinde.

Auf Höhe von Gut Hüll soll nach den Sanierungsarbeiten die zulässige Geschwindigkeit von 30 auf 50 km/h erhöht werden. Außerdem muss die als Tempobremse gedachte Bodenschwelle nach mehr als 20 Jahren entfernt werden. Sie war nach einer Verkehrsschau vom Landratsamt beanstandet worden (wir berichteten), da derartige Schwellen nur in verkehrsberuhigten Bereichen innerorts zulässig seien. Außerdem soll dann für Linksabbieger in Richtung Staatsstraße eine abknickende Vorfahrt eingerichtet werden. In Gegenrichtung soll auf der Römerstraße ein Stoppschild aufgestellt werden.

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