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Der Kraillinger Gemeinderat will seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklungshilfe leisten.

Gemeinderat will 50000 Euro zusammentragen

Spenden für eine neue Schule

50 000 Euro für einen Schulbau in einem Entwicklungsland will der Kraillinger Gemeinderat im kommenden Jahr zusammentragen. Das beschloss das Gremium am Dienstag in seiner letzten Sitzung vor der Weihnachtspause einstimmig.

KraillingBürgermeisterin Christine Borst brachte die Idee von einem Kongress der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU Ende November mit. Dort wurde die Gemeinschaftsinitiative des Deutschen Städtetages und Landkreistages sowie des Städte- und Gemeindebundes „1000 Schulen für unsere Welt“ vorgestellt. Die Gemeinde möchte nun ihre „eigene“ Schule ermöglichen.

„Ich bin von dieser Initiative, die zusammen mit der Reiner Meutsch Stiftung ,Fly & Help’ federführend durchgeführt wird, zutiefst überzeugt. Denn wir müssen bei der Flüchtlingsproblematik dort ansetzen, wo die Ursachen liegen. Nämlich mit Investitionen in den Herkunftsländern selbst“, warb Christine Borst. Der Landkreis Donau-Ries etwa möchte laut Borst bis 2020 über zwanzig Schulen in Afrika errichten.

Die Summe in Höhe von 50 000 Euro, mit der in Asien, Afrika oder Südamerika bereits eine ganze Schule gebaut werden kann, generiere sich dabei ausschließlich über Bürgerspenden und Sponsoring. Die Rathauschefin betonte, dass es sich hierbei nicht um Steuergelder handelt. Im Laufe des neuen Jahres soll das Geld stattdessen durch vielfältige Aktionen gesammelt werden. Als Vorschläge nannte Christine Borst etwa den Spendenerlös des Christkindlmarktes, ein Fußball-Benefizturnier, Aktionen beim Neujahrs- und Wirtschaftsempfang oder beim Kult-Art-Festival. Borst könnte sich auch ein Kochevent mit dem Titel „Ihr Gemeinderat kocht für Sie“ vorstellen. Laut einer Pressemitteilung aus dem Kraillinger Rathaus von Mittwoch wird beispielsweise der Erlös aus der Weihnachtslesung mit Altbürgermeister Dieter Hager am 22. Dezember (Margaretenkirche, 17 Uhr) diesem Zweck zugutekommen.

Die Gemeinderäte zeigten sich durchweg von dieser Idee der nachhaltigen Entwicklungshilfe angetan. Es gab jedoch auch Bedenken. So würde Neu-Gemeinderätin Ricarda Weimar (Grüne) einen größeren Erfolg in einem Einzelprojekt sehen, welches direkt über die Gemeinde langfristig betreut würde. Die Verwendungssicherheit der Gelder fände sie dadurch besser gewährleistet. Dem widersprach Bürgermeisterin Borst. Durch die Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände und unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, sei das Ganze eine „hieb- und stichfeste“ Sache; die Spenden würden eins zu eins weitergegeben. Komme die Summe 2018 zusammen, dann bestimmt die Gemeinde gemeinsam mit der Stiftung „Fly & Help“, wo die Schule entstehen solle.

Carolin Högel

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