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Immer mehr Bürger ziehen die Briefwahl einem Urnengang vor. In Krailling werden es bei Europa- und Bürgermeisterwahl schätzungsweise die Hälfte der Wahlberechtigten sein

EDV-Problem

819 Briefwahlunterlagen ungültig

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Die Gemeinde Krailling muss mehr als 800 Unterlagen für die Bürgermeister- sowie Europawahl für ungültig erklären lassen. Ursache ist ein EDV-Problem.

Krailling – Exakt 6000 Kraillinger sind am 12. Mai bei der Bürgermeisterwahl sowie am 26. Mai bei der Europawahl aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Auf den Trend vergangener Jahre, dass immer mehr Bürger die Briefwahl einem Urnengang vorziehen, hat man in der Gemeinde reagiert: Diesmal wird es sechs statt zuletzt vier Briefwahllokale geben; die Urnenwahllokale wurden im gleichen Maß um zwei auf sechs reduziert. Kraillings Geschäftsleiter Franz Wolfrum rechnet damit, dass rund die Hälfe der Wahlberechtigten per Briefwahl abstimmen wird. Dementsprechend wurden 3000 Unterlagen für die Briefwahl angefordert. Doch einen Teil der bereits verschickten Wahlscheine hat die Gemeinde jetzt auf Anraten der Rechtsaufsicht für ungültig erklärt.

Bürger informieren Gemeinde über fehlerhafte Unterlagen

Wie die Gemeinde mitteilt, wurden aufgrund eines Versehens bei der EDV-Erstellung der Briefwahlunterlagen im Bürgerbüro Stimmzettel und Wahlumschläge für die Bürgermeisterwahl mit denen für die Europawahl vermischt. Mehrere Briefwähler haben die Gemeinde darauf aufmerksam gemacht. Wie viele Bürger bis zur Feststellung des Problems fehlerhafte Unterlagen erhalten haben, kann man im Rathaus allerdings nicht mehr nachvollziehen. Deshalb erhalten mehr als 800 Briefwähler jetzt neue Unterlagen. Betroffen sind die Wahlscheine mit den Nummern 1 bis 765 für die Bürgermeisterwahl sowie die Wahlscheine für die Europawahl mit den Nummern 1 bis 54.

Entschuldigungsschreiben der Gemeinde

„Die Betroffenen erhalten mit den Unterlagen auch einen Erklärungs- und Entschuldigungsbrief“, sagt Wolfrum. Die Post soll bis spätestens Ende dieser Woche verschickt werden. Für Rückfragen steht der Kraillinger Geschäftsleiter unter Telefon 85 70 65 00 oder per E-Mail an wahlen@krailling.de zur Verfügung. Die Gemeinde weist darauf hin, dass nur Briefwähler betroffen sind. Die Wahlbenachrichtigungen behalten ihre Gültigkeit.

Nicht das erste Malheur

Es ist nicht das erste Mal, dass im Landkreis Starnberg fehlerhafte Wahlunterlagen erstellt wurden. Bei der Bundestagswahl 2017 mussten 260 000 Stimmzettel neu gedruckt werden, da man beim Namen eines Kandidaten ein „e“ vergessen hatte. Im Landkreis München gab es bei derselben Wahl ein ähnliches Malheur, hier wanderten 285 000 Stimmzettel in den Reißwolf. Durch ein Versehen der Druckerei waren für die „Partei für Gesundheitsforschung“ falsche Kandidatennamen aufgeführt.

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