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Mit Warnschildern weist Krailling im Uferbereich der Würm, zum Beispiel beim Garten der Stille, auf die Rattenbekämpfung und die Köderboxen hin.

Beschwerden von Grundstückseigentümern

Krailling bekämpft Ratten mit Gift

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In Krailling häufen sich Beschwerden von Grundstückseigentümern über Ratten an der Würm. Die Gemeinde hat deshalb eine Firma beauftragt, die Population zu reduzieren.

Krailling– „Vorsicht Rattenbekämpfung“: Mit grellgelben Warnschildern weist die Gemeinde Krailling seit dieser Woche darauf hin, dass am Würmufer Fallen mit Giftködern ausgelegt wurden. Im Rathaus reagiert man damit auf die offenbar zunehmende Population von Wanderratten. Es habe zahlreiche Beschwerden von Grundstückseigentümern gegeben, berichtet Anette Friedrich, Leiterin des Ordnungsamtes. Tauchen die nachtaktiven, scheuen Nager tagsüber auf, ist das in der Regel ein Zeichen für einen hohen Befall. Ratten oder die von ihnen eingeschleppten Parasiten können rund 120 Infektionskrankheiten übertragen, darunter Tollwut und Tuberkulose.

Die Gemeinde hat die Taufkirchner Firma Biebl & Söhne mit der Rattenbekämpfung beauftragt. Diese hat Fallen an öffentlichen Uferflächen aufgestellt, so im Bereich des Gartens der Stille an der Margaretenkirche, bei der Würmbrücke an der Margaretenstraße, auf der Grünfläche beim Alten Rathaus sowie beim Gemeindegrundstück an der Gautinger Straße 2a. Die Gemeinde fordert betroffene Eigentümer von Privatgrundstücken auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Allerdings müssen diese die Kosten für die Bekämpfung der Ratten selber tragen.

Probleme auch in anderen Würmtalgemeinden

Rattenprobleme gab es in der Vergangenheit auch in anderen Würmtalgemeinden. In Planegg findet durch die Firma Biebl & Söhne vierteljährlich eine Begehung an der Würm statt. Wenn deren Mitarbeiter Verbiss durch Ratten feststellen, werden Fallen aufgestellt. „Aktuell haben wir im Rathaus keine Beschwerden über Ratten“, so Pressesprecherin Martina Sohn auf Merkur-Anfrage. Gräfelfing lässt am Würmufer mehrmals im Jahr Probebeköderungen durchführen. Zuletzt gab es ein massives Problem am Ende der nördlichen Stefanusstraße – weil eine Bürgerin aktiv Ratten fütterte.

Aktion soll sechs bis acht Wochen laufen

Die in Krailling ausgelegten Köderstationen sind zugriffsgesichert. Dennoch sollten Eltern Kinder von den Fallen fernhalten. Auch auf Hunde sollte in diesen Uferbereichen geachtet werden. Die Aktion soll zunächst sechs bis acht Wochen laufen. „Die Gemeinde hofft, die derzeitige Lage auf diese Weise in den Griff zu bekommen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Rathauses.

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