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Etliche Polizeiwagen waren in Krailling im Einsatz.

Vorfall auf Sanatoriumswiese

Polizeibeamte angegriffen: Großeinsatz bei Asylbewerberheim in Krailling

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Großeinsatz an der Asylbewerberunterkunft: Dass sich neun Bewohner mit einem Festgenommenen solidarisierten, ließ am Donnerstag das Unterstützungskommando aus München anrücken - mitsamt Hubschrauber.

Update 18.22 Uhr: Krailling – Beamte der Planegger Polizeiinspektion führten am Vormittag eine routinemäßige Begehung der Unterkunft durch und überprüften die Bewohner. Als dies abgeschlossen war, fühlte sich laut Polizeipräsidium München „ein Bewohner in seiner Ehre verletzt“. Er habe die Wachleute bedroht und körperlich angegangen. Diese riefen wiederum die Polizei. 

Eine Streife rückte an und nahm den aggressiven Bewohner fest. Das nahmen neun weitere Bewohner der Containerunterkunft zum Anlass, sich mit dem Festgenommenen zu solidarisieren. Sie bewarfen die Beamten mit Steinen und Flaschen. Diese zogen sich rasch ins Auto zurück und fuhren mit dem Festgenommenen, zu dessen Nationalität keine Angaben gemacht wurden, davon. Die Beamten lösten Alarm aus, ein größerer Unterstützungseinsatz wurde in Gang gesetzt, um wegen Verdachtes auf versuchte gefährliche Körperverletzung die neun Personen festzunehmen, die Steine und Gegenstände geworfen hatten. 

Augenzeugen berichten von 50 bis 100 Einsatzkräften vor Ort. Die Einsatzautos standen auf der Pentenrieder Straße auf der Fahrspur ortseinwärts vom deutlich westlicher gelegenen Bauhof bis zum Asylbewerberheim am östlichen Ende der Sanatoriumswiese. Die Fahrtrichtung ortseinwärts war zeitweise komplett gesperrt. 

Laut Polizeipräsidium München kam es auch beim Großeinsatz zu Rangeleien. Hierbei stürzte eine 73-jährige Bewohnerin der Unterkunft und erlitt einen Armbruch. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Drei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Die neun Personen, die sich mit dem zuerst Festgenommenen solidarisiert hatten, wurden zur Vernehmung ins Polizeipräsidium München gebracht. „Die Ermittlungen laufen“, heißt es aus der Pressestelle. Thomas Sorgalla, Leiter der Planegger Inspektion, informierte vor Ort unter anderem den Kraillinger Bürgermeister Rudolph Haux sowie Vertreter der Regierung von Oberbayern und des Starnberger Landratsamtes über die Geschehnisse. 

Der Kraillinger Helferkreis Asyl allerdings berichtet von Zeugen, die eine andere Vorgehensweise der Polizei beobachtet hätten. Eine Stellungnahme werde vorbereitet.

Erstmeldung 13.55 Uhr: Ein großes Polizeiaufgebot hat heute Vormittag in Krailling für Aufsehen gesorgt. Das Polizeipräsidium München bestätigt, dass es einen „Vorfall mit Polizeibeteiligung und Bewohnern“ des Asylbewerberheims auf der Sanatoriumswiese gab.

Zeitweise durften Autos von Westen kommend nicht mehr in den Ort einfahren. Sie wurden über die Fischerfeldstraße umgeleitet. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums, könne derzeit nicht mehr preisgegeben werden.

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