Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux hat gemeinsam mit Renate Kleinmond, Leiterin des Caritas-Kinderhauses, die neuen Räume für eine Kindergartengruppe präsentiert. Allerdings besteht weiterhin drängender Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen.
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Das neue Heim der „Wolken-Gruppe“ im Bürgertreff Hubertus eröffneten Bürgermeister Rudolph Haux und Caritas-Kinderhausleiterin Renate Kleinmond jetzt.  

Weiter dringender Bedarf

Krailling: Neue Räume für Kindergarten

Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux hat gemeinsam mit Renate Kleinmond, Leiterin des Caritas-Kinderhauses, die neuen Räume für eine Kindergartengruppe präsentiert. Allerdings besteht weiterhin drängender Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen.

Krailling Krailling hat zu wenig Krippen- und Kindergartenplätze. Ein Problem, das sich schon im letzten Jahr abzeichnete. Die Gemeinde hatte deshalb das Thema mit hoher Priorität aufgegriffen und im ehemaligen Jugendtreff im Bürgerhaus Hubertus begonnen, eine weitere Kindergartengruppe des Caritas-Kindergartens einzurichten. Diese ist jetzt nach Monaten des Umbaus fertig und bietet ab Mitte September bis zu 25 Kindern im Alter zwischen zweieinhalb und vier Jahren einen Platz. Wobei zunächst zur Erleichterung des Neustarts nur 18 Kinder einziehen dürfen. Mit zwei Erzieherinnen und einer Kinderpflegerin startet die „Wolkengruppe im Hubsi“ als Außengruppe des Caritas-Kinderhauses.

Schnupperbesuch der Kinder und Eltern

Die Kinder und Eltern durften bereits einen Schnupperbesuch in den Räumen machen und waren begeistert, berichtet Caritas-Kinderhausleiterin Renate Kleinmond. Die Wolkengruppe bietet mit einem großen Gruppenraum, einem Bewegungsraum, einem kleineren Ruheraum und einem weiteren Spielbereich mit Bällebad viel Platz. Ein Spielplatz im weitläufigen Garten des Bürgerhauses wurde aber nicht extra angelegt. Dafür, so Kleinmond, könne man einfach über die Straße zum Spielplatz auf die Sanatoriumswiese gehen. Geplant ist, dass der jeweilige Gruppenjahrgang immer ein Jahr in diesen neuen Räumlichkeiten bleibt und dann in das Haupthaus wechselt.

Die Gemeinde rechnet mit Umbaukosten zwischen 80 000 und 100 000 Euro, so Bauamtsleiter Sebastian Beel. Es habe immer wieder neue Auflagen gegeben, die erfüllt werden mussten: Von einer komplett neuen Elektrik, einem umfassenden Brandschutz bis hin zu Vorkehrungen für die Klemmsicherheit.

Waldkindergarten soll Abhilfe schaffen

Trotz dieser neu geschaffenen Kindergartenplätze ist die Lage in diesem Jahr noch kritischer für die Gemeinde geworden. Auf der letzten Sitzung des Finanz-, Sozial- und Kulturausschuss nannte die Verwaltung erschreckend hohe Zahlen für das kommende Betreuungsjahr: Für Kinder bis drei Jahren fehlen 22 Plätze, für Kinder ab drei bis sechs Jahren 46. „Ein echtes Problem“, gesteht Bürgermeister Rudolph Haux. „Wir sind deshalb dabei, für den Herbst einen Waldkindergarten für 50 Kinder in zwei Gruppen zu planen.“ Starten könne jedoch zuerst nur eine Gruppe. Damit würden dann immer noch über zwanzig Kindergartenplätze fehlen. Dafür prüfe die Gemeinde weitere Standorte, wie etwa in Neubauten. Auch gab es aus Reihen des Gemeinderates den Vorschlag, den Papagenoplatz zu überbauen.

Die Gründe für den gestiegenen Bedarf liegen auf der Hand. „Eine geschlossene private Krippe im Ort, Zuzug durch Neubebauungen auf der Sanftlwiese sowie dem Braun-Grundstück und die Tatsache, dass Eltern nun sogenannte Kann-Kinder (Juni bis September Geborene) eigenständig von der Grundschule zurückstellen können“, hätten einen Rückstau verursacht, erläutert Renate Kleinmond. Ein weiterer Grund sei, so Bürgermeister Haux, auch die verschärfte Personalnot in diesem Sektor. Die Kindergärten kommen mangels qualifizierten Personals nicht auf den erforderlichen Personalschlüssel und könnten dementsprechend weniger Kindern einen Platz anbieten, trotz existierender Kapazitäten.

Carolin Högel

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