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Wird es zu heiß, wird die rot markierte Luftzufuhr auf den Revisionszugängen der unterirdischen Tanks im Kraillinger Tanklager automatisch versiegelt. Im Falle eines Waldbrands droht der Inhalt der Tanks damit nicht zur Gefahr zu werden.

Kreuzlinger Forst

Schreckgespenst Feuer im Militärgelände

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Die Waldbrandgefahr ist hoch. In Mecklenburg-Vorpommern wütet ein Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz. Dies schürt Ängste im Würmtal – wegen des Tanklagers und des ehemaligen Pionierübungsgeländes.

Krailling – Bis Berlin zieht der Rauch aus Mecklenburg-Vorpommern. Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz brennt es. Im Boden liegende Munition erschwert die Löscharbeiten. Dörfer werden evakuiert. Könnte so etwas auch auf dem ehemaligen Pionierübungsgelände und dem rund 280 Hektar großen Tanklager in Krailling drohen? „Dort wurde im 2. Weltkrieg definitiv bombardiert. Es kann durchaus sein, dass der ein oder andere Blindgänger noch im Wald liegt“, erklärt Starnbergs Kreisbrandrat Peter Bauch. Ein Szenario wie in Mecklenburg-Vorpommern hält er für sehr unwahrscheinlich. Daniela Zott, Assistentin der Geschäftsführung des Tanklagerbetreibers Krailling Oils Development GmbH (KOD) sagt: „Wir hatten einen Sprengmittelräumdienst bei uns, der alles abgesucht und nichts gefunden hat.“

Waldbrandserie im Kreuzlinger Forst 

Das Gewerbegebiet KIM steht heute auf einem großen Teil des Geländes der ehemaligen Pionierkaserne. Bei den Bauarbeiten sei nichts gefunden worden, so Bauch. Bei einer Waldbrandserie im Kreuzlinger Forst vor einigen Jahren „sind wir direkt reingefahren. Da war auch kein Blindgänger.“ Ein Problem mit zurückgelassener Munition sieht der Kraillinger ebenfalls nicht. Die Pioniere hätten Brücken gebaut. „Das war kein Übungsplatz.“ Darauf verweist auch Kraillings Kommandant Marco Zickler. Im Falle eines Feuers, sei „der Waldbrand das größte Problem, nicht mögliche Hinterlassenschaften“.

„Wir haben einen Einsatzplan“

Michael Gogl, Germerings Stadtbrandmeister sowie Kommandant der benachbarten Feuerwehr Unterpfaffenhofen, meint zwar, dass man bei einem Waldbrand im Kreuzlinger Forst auf alles gefasst sein muss. Doch auch er beruhigt: „Wir sind darauf vorbereitet. Wir haben einen Einsatzplan.“ Dieser sei gemeinsam mit den Landratsämtern in Starnberg und Fürstenfeldbruck entwickelt worden. Dass von den Tanks im Tanklager eine Gefahr ausgehen könnte, sieht Zickler ebenfalls nicht. Die Feuerwehr stehe mit den Betreibern des Tanklagers in ständigem Kontakt. Erst vergangene Woche habe es ein Treffen gegeben.

Heute wird Bauch von der Geschäftsführung der KOD erwartet. „Die Tanks liegen tief unter der Erde und sind alle verteilt. Falls etwas wäre, würde es keine Kettenreaktion geben“, meint Zott. Aktuell seien die Tanks zudem größtenteils leer. Sie sagt: „Wir tun alles, dass wir bestens vorbereitet sind, falls der Ernstfall eintritt. Im ganz eigenen Interesse.“ Auf dem Gelände gebe es 74 Hydranten und einen Löschteich. „Wir sind wirklich gerüstet.“

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