Empfehlung an Gemeinderat

Krailling will Behindertenbeauftragten berufen

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Die Gemeinde Krailling will  die Stelle eines  ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten schaffen. Und dem Thema Inklusion damit noch mehr Gewicht geben.

Krailling – Es ist eine Aufgabe der Gemeinden, Menschen mit Behinderung eine umfassende Teilhabe an allen Facetten des gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen. Viele haben hierzu eigens einen Behindertenbeauftragten oder ein entsprechendes Gremium berufen. Krailling ist neben Pöcking und Feldafing eine von drei Gemeinden im Landkreis Starnberg, die noch keinen Behindertenbeauftragten hat. Das soll sich ändern: Der Finanz-, Sozial- und Kulturausschuss hat dem Gemeinderat in jüngster Sitzung einstimmig empfohlen, eine solche ehrenamtliche Stelle zu schaffen. Darauf hatte auch Maximilian Mayer im Zuge der Umsetzung des Starnberger Aktionsplans „Gemeinsam stärker“ für Menschen mit Behinderungen in einem Schreiben an die Gemeinde gedrängt. Er ist der Nachfolger von Petra Seidl als Behindertenbeauftragter des Landkreises Starnberg und der erste Hauptamtliche in dieser Funktion.

Eleonore Zwißler (CSU) beurteilte das Vorhaben „etwas skeptisch“. Sie sah zusätzliche Arbeit auf die Gemeinde zukommen und wollte erst den Bedarf geklärt wissen. Es gebe bereits zahlreiche Anlaufstellen wie etwa die Würmtal-Insel, erklärte Zwißler. Imme Kaiser (Grüne) hielt einen gemeindlichen Behindertenbeauftragten dagegen für „dringend notwendig“. „Es geht nicht nur um Sachbezüge, sondern um ein anderes Bewusstsein“, sagte Kaiser.

Dietlind Freyer-Zacherl (FBK) hielt das Thema Inklusion für zu komplex, als dass eine Person dies bewältigen könnte. Sie sprach sich für die Einrichtung eines Behindertenbeirats aus. „Die Mitglieder sollten aus verschiedenen Sparten kommen“, sagte Freyer-Zacherl mit Blick auf Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen. Gleichzeitig kritisierte sie, dass der Gemeinderat die Schaffung eines Seniorenbeirats mehrfach abgelehnt habe. Dieser hätte angesichts vieler behinderter älterer Menschen Themenfelder bereits abdecken können.

Der Behindertenbeauftragte soll ehrenamtlich tätig sein. Das letzte Wort hat jetzt der Gemeinderat. Er soll auch entscheiden, ob die Aufgabe auf eine oder mehrere Schultern verteilt wird.

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