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Drei L-förmige Baukörper mit 59 Wohneinheiten sieht der Entwurf des Büros Molenaar am Höhenweg vor. Entlang der Bahngleise sollen die Baukörper viergeschossig sein.

Bebauungskonzept für Braun-Areal

Wohnungen für Studenten im Gespräch

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Die Gemeinde Krailling kann sich entlang des Höhenwegs und der Bahngleise eine viergeschossige Bebauung vorstellen. Das hat jetzt der Bauausschuss signalisiert.

Krailling - Im Rahmen eines interkommunalen Projekts wird derzeit das Planegger Bahnhofsumfeld neu überplant. Den aktuellen, überarbeiteten Entwurf stellte Klaus Molenaar jetzt den Gemeinderäten im Bauausschuss vor. Er sieht drei Wohnblöcke mit insgesamt 59 Wohneinheiten vor.

Das Gräfelfinger Büro hatte beim Ideenwettbewerb den 3. Preis erhalten. Den ursprünglichen Wettbewerbs-Entwurf mit 48 Wohneinheiten hat Molenaar inzwischen insofern modifiziert, als verschiedene Varianten auch eine höhere Baudichte ermöglichen. Etwa, indem man einfach ein Stockwerk draufsetzt. Die drei Wohnblöcke mit 59 Wohneinheiten umfassen zwei, drei und – zu den Gleisen hin – jetzt viergeschossige Gebäude; letztere sollen durch Schallschutzwände aus Glas verbunden werden, um im Bereich der Innenhöfe die Lärmeinwirkungen durch den Zugverkehr zu reduzieren.

Wie Molenaar ausführte, sei sogar eine Ausweitung auf 63 Wohneinheiten möglich. Dazu müssten die Gebäude aber bis auf zwölf Meter (bisher 20 Meter) an die Gleise heranrücken, was den Höhenweg, den Fuß- und Radweg nach Krailling, und dessen künftige Gestaltung beeinträchtige. Das lehnte der Ausschuss ab. „Wir haben uns bewusst für den Wettbewerbsentwurf entschieden, weil er zu Krailling passt“, sagte Bürgermeisterin Christine Borst.

Von den drei Wohnblöcken liegen zwei auf Kraillinger und einer – nach einem Flächentausch – auf Planegger Flur. Eigentümer ist die Firma Emeran Braun. Von Kraillinger Seite soll das Gebiet über den Hackerberg, von Planegger Seite über die Zufahrt zum Firmengelände von Emeran Braun erschlossen werden. Auf beiden Seiten ist eine Tiefgarage vorgesehen. Für die 59 Wohneinheiten ist ein Bedarf von knapp 100 Stellplätzen berechnet.

Von Kraillinger Seite besteht freilich der Wunsch, den Verkehr möglichst zu reduzieren. Dies sei beispielsweise durch Carsharing-Angebote, aber auch gezielte Wohnungsbelegungen möglich, hieß es in der Sitzung. Die Gemeinde erwägt, Wohnraum für Studenten und Auszubildende zu schaffen. Laut Bauamtsleiter Helmut Mayer könne die Gemeinde zwar keine Berufsgruppen favorisieren, Studentenwohnungen wie auch ein Genossenschaftsmodell ließen sich aber durchaus realisieren. Dietlind Freyer-Zacherl (FBK) plädierte deshalb dafür, schon im Vorfeld klar zu definieren, für wen Wohnraum geschaffen werden soll. Adriene Akontz (Grüne) regte an, beim Landratsamt Starnberg abzuklären, ob ein reduzierter Stellplatzschlüssel möglich sei.

Eine höhere Baudichte will die Gemeinde aber nur bewilligen, wenn es von Seiten des privaten Eigentümers gleichzeitig Zugeständnisse gibt. Mit dieser Vorgabe will man auch in weitere Verhandlungen gehen. „Das größere Bauvolumen und die Definition der Wohnungen hängen für mich unmittelbar zusammen“, betonte Mathias Walterspiel (CSU-Fraktion).

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