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Schabernack-Areal: Einigung in Reichweite

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Von: Andreas Deny

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Baulücke auf Höhe der Margaretenstraße 14 in Krailling.
Im Sommer 2015 wurde die Kraillinger Kulturgaststätte Schabernack abgerissen, seither klafft auf Höhe der Margaretenstraße 14 eine hässliche Baulücke. © Deny

Im Jahr 2015 wurde die Kraillinger Kultgaststätte Schabernack abgerissen. Seither liegt das Grundstück brach. Jetzt scheint endlich eine Einigung zwischen Bauwerber und Gemeinde in Reichweite.

Der Bebauungsplan für das Quartier Margareten-, Elisen-, Franz- und Hans-Sachs-Straße wurde in Krailling bereits ausgelegt und ist fast fertig. Nur eine Einigung mit dem Bauwerber für das Grundstück Margaretenstraße 14, Gottfried Hansjakob, steht noch aus. Auf Wunsch der Gemeinde soll dort – ähnlich wie bei der einstigen Gaststätte Bernrieder Hof und dem Schabernack – ein Langhaus errichtet werden (wir berichteten).

Krailling wünscht sich ein neues Langhaus auf dem Grundstück der ehemaligen Kultgaststätte

Laut noch gültigem Bebauungsplan ist auf dem 1350 m2 großen Grundstück eine Baudichte mit einer Geschossflächenzahl (GFZ) von 0,37 zulässig. Die Gemeinde ist bereit, mehr zuzulassen, zumal bereits das Schabernack eine höhere GFZ aufwies (0,6). Für die Baurechtsmehrung will sie aber Gegenleistungen: Für mindestens zwei Wohnungen sollen über einen städtebaulichen Vertrag sozial verträgliche Mieten festgeschrieben werden. „Den Vertrag werde ich dem Bauwerber in der nächsten, übernächsten Woche zuschicken“, sagte Bürgermeister Rudolph Haux auf Merkur-Anfrage. Er ist zuversichtlich, dass endlich eine Einigung gelingt. „Wir haben einen Weg gefunden, zusammenzukommen.“

Bauwerber will durch Dachausbau mehr Wohnraum schaffen

Gottfried Hansjakob will sich den Vertrag erst einmal anschauen. Er beklagt, dass die Gemeinde ihm keinen Dachausbau ermöglicht. „Dann könnte ich drei Wohnungen mehr bauen, dann würde sich die Sache rechnen.“ Er müsse für das Langhaus zwei Treppenhäuser errichten, wodurch er die Hälfte der Nutzungssteigerung verliere. Außerdem habe er durch die lange Bearbeitungszeit des Bebauungsplans inzwischen höhere Baukosten, so Hansjakob. „Für mich ist das eine Nullrunde.“ Da sei es fast besser, zwei Einfamilienhäuser mit der Hälfte der Baukosten zu errichten. Sollte Hansjakob den städtebaulichen Vertrag akzeptieren, muss ihn noch der Gemeinderat absegnen.

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