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Die Firma EOS will den Sportplatz im Gewerbegebiet KIM von der Gemeinde kaufen und bebauen.

Grünes Licht für die Expansionspläne von EOS

Krailling erweitert Gewerbegebiet

Krailling - Krailling ebnet der Laser-Tech-Firma EOS den Weg zu der gewünschten Erweiterung. Der Gemeinderat beschloss, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit das Unternehmen den Sportplatz in der KIM bebauen kann. EOS will dort 2017 loslegen.

Die Firma EOS, Weltmarktführer im Bereich des industriellen 3-D-Drucks, will in Krailling bleiben. Und die Gemeinde will den potenten Steuerzahler halten. „EOS ist für die Gemeinde existentiell wichtig“, betonte Bürgermeisterin Christine Borst am Dienstag im Gemeinderat. Dieser steht den Plänen des Unternehmens, den an das neue Technologie- und Kundenzentrum angrenzenden Sportplatz zu bebauen, mehrheitlich positiv gegenüber. Er beschloss, das Gewerbegebiet zu erweitern und hierfür den Flächennutzungs- und Bebauungsplan zu ändern.

Das 1,6 Hektar große Sportplatz-Areal ist im Flächennutzungsplan bis dato als öffentliche Grünfläche ausgewiesen. Es ist die einzige freie Fläche im Bereich der KIM, die sich nicht im Landschaftschutzgebiet befindet, nicht der Bannwaldverordnung unterliegt – und somit voraussichtlich schnell bebaubar ist. In dem von EOS gewünschten Zeithorizont sei dies deshalb die einzige Option für eine Erweiterung, erklärte Borst.

Im Umfeld des Betriebssportplatzes liegen allerdings mehrere Biotopflächen, unter anderem mit artenreichem Magerrasen. Im Hinblick auf eine Bebauung muss die Gemeinde den Biotopschutz berücksichtigen und artenschutzrechtliche Untersuchungen durchführen lassen; entsprechende Gutachten hat sie bereits in Auftrag gegeben. „Der Artenschutz könnte zu ganz schönen Verzögerungen führen“, meinte Adrienne Akontz (Grüne). Sie sprach sich deshalb dafür aus, parallel ein Gebiet zwischen Sportplatz und Pentenrieder Straße, das sich ebenfalls in Gemeindebesitz befindet, als Alternativstandort zu untersuchen. Auch Martin Hofmann (SPD-Fraktion) plädierte für einen „Plan B“. Eleonore Zwißler (CSU) zeigte sich dagegen zuversichtlich, dass man gemeinsam mit EOS eventuell auftretende Probleme, etwa beim Biotop-Schutz, meistern werde. Gegen eine Umwidmung des Sportplatzes zum Gewerbegebiet sprachen sich schließlich die vier Gemeinderäte der Grünen, Erika Harder und Stephan Bock (beide SPD) sowie Richard Siebler (CSU-Fraktion) aus.

Im Zuge des geplanten Neubaus will man auch die Erschließungsstraße (Robert-Stirling-Ring) ausbauen. Die Fahrbahn soll verbreitert und ein Wendehammer für Entsorgungs- und Einsatzfahrzeuge geschaffen werden. Rudolf Heidrich (FBK) plädierte dafür, EOS gleichzeitig zu verpflichten, „nachhaltig für weitere Parkplätze zu sorgen“. Überlegungen, auf einer bereits versiegelten Fläche südlich des Sportplatzes ein Parkdeck anzulegen, gab es bereits 2007. Es war damals ein Angebot von EOS.

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