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Abrissarbeiten im Sommer 2015: Bis heute ist das Schabernack-Grundstück eine Brachfläche.

Schabernack-Grundstück

In Margaretenstraße klafft auch 2017 häßliche Baulücke

Im Sommer 2015 wurde die Kraillinger Traditionsgaststätte Schabernack trotz heftiger Widerstände aus der Bevölkerung abgerissen. Noch immer klafft in der Margaretenstraße eine Baulücke – und das dürfte sich auch heuer nicht ändern.

Krailling– Das Schabernack-Grundstück in Krailling wird in diesem Jahr wohl nicht mehr bebaut. Dem Grundstückseigentümer Gottfried Hansjakob schwebt etwas Größeres vor als zwei Einfamilienhäuser, er plant ein Wohn- und Geschäftshaus. Das lässt sich aber nur realisieren, wenn dem Eigentümer mehr Baurecht zugebilligt wird. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden. „Ein Änderungsverfahren dauert bis zum Jahreswechsel 2017/ 2018“, prophezeit Bauamtsleiter Helmut Mayer.

Vor Beginn des kommenden Jahres dürfte an der Margaretenstraße 14 also nichts passieren – es sei denn, Hansjakob entscheidet sich um und errichtet doch zwei Einfamilienhäuser, die das aktuelle Baurecht gestattet. Aber danach sieht es nicht aus. Der Gemeinderat hatte der beantragten Änderung des Bebauungsplans bereits im Februar 2016 zugestimmt. Der Grundstückseigentümer geht davon aus, dass die Pläne derzeit bearbeitet werden. Das ist aber noch nicht der Fall. Laut Mayer hat die Gemeinde für die zwei vorgeschlagenen Bebauungsvarianten (wir berichteten) zunächst eine städtebauliche Studie in Auftrag gegeben. Diese liege nun im Rathaus vor. Mayer: „Die müssen wir intern diskutieren.“

In einer der nächsten Sitzungen soll die Studie den Gemeinderäten als Entscheidungsgrundlage dienen, wie man den Bebauungsplan ändert. Noch sei nichts geschehen, so Mayer: „Irgendwie ins Blaue hinein mache ich keine Vorlage für eine Änderung.“

Hansjakob muss sich notgedrungen in Geduld üben. „Ohne Änderung des Bebauungsplanes kann ich nicht bauen.“. Er plane einen größeren Wohnungsbau, in dessen Erdgeschoss auch Geschäfte unterkommen könnten. „Eine Kneipe sicher nicht“, sagt er, aber ein Künstleratelier könne er sich dort gut vorstellen. „Es soll im Bebauungsplan so geregelt sein, dass beides (Wohnen und Gewerbe, Anm. d. Red.) möglich ist. Damit man sich nichts verbaut.“

Dafür, dass inzwischen so viel Zeit verstrichen ist und seitens der Gemeinde immer noch keine Entscheidung getroffen wurde, zeigt Hansjakob angesichts der zahlreichen Baustellen in Krailling Verständnis. „Die haben so viele Projekte laufen.“ Doch er befürchtet bereits steigende Zinsen, die seinen Bau verteuern könnten. Hansjakob: „Ich glaube, wir sind uns eigentlich städtebaulich einig.“

Victoria Strachwitz

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