Erneuter Rückruf bei BMW - Mehr als eine Million Fahrzeuge betroffen

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Viktoriagruppe

Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug

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Die Insolvenz der Viktoriagruppe AG schlägt in der Tschechischen Republik weiter hohe Wellen. Die Manager des Unternehmens, das in Krailling ein Tanklager unterhalten hat, sollen den tschechischen Staat um mehrere Millionen Euro betrogen haben.

Krailling– Laut Radio Prag hat der zuständige Staatsanwalt Thomas Minx bestätigt, dass inzwischen gegen vier Privatpersonen und eine juristische Person Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug laufen. Hauptverdächtiger ist Firmenmiteigentümer Petr Maly.Es geht um die tschechischen Dieselnotreserven, die seit 2010 im Kraillinger Tanklager im Kreuzlinger Forst eingelagert wurden. Insgesamt sollen rund 80 Millionen Liter Diesel nach Bayern transportiert worden sein. Bei einer Kontrolle im Tanklager im September 2014 hatte die Verwaltung der staatlichen Materialreserven der Republik Tschechien (SSHR) festgestellt, dass die tatsächliche Dieselmenge nicht mit den Eintragungen in ihren Unterlagen übereinstimmte, und die Polizei eingeschaltet.

Angeblich haben die Manager der Victoriagruppe dem tschechischen Staat 2011 mehrere Millionen Liter Diesel in Rechnung gestellt, obwohl diese nie in Krailling eingelagert wurden. Das Unternehmen habe nach Erkenntnissen der Polizei ein Jahr später mehrere Millionen Liter Kraftstoff an eine andere Firma verkauft, berichtet Radio Prag – angeblich den fehlenden Teil der Staatsreserven. Das Geld habe die Victoriagruppe selbst eingestrichen. Dem tschechischen Staat soll dadurch ein Schaden von 108 Millionen Kronen entstanden sein, umgerechnet 4,2 Millionen Euro.

Ihre Dieselreserven hat die SSHR im vergangenen Jahr nach Tschechien zurücktransportieren lassen, die letzten Züge rollten im November Richtung Nachbarland. Der Streit um den Kraftstoff geht jedoch weiter. Mirko Möllen, Insolvenzverwalter der Viktoriagruppe, bezweifelt, dass der Diesel überhaupt Eigentum des tschechischen Staats ist (wir berichteten). Darüber hinaus gibt es eine Kontroverse um die Einlagerungskosten. Möllen fordert laut Radio Prag eine Nachzahlung von mehr als zwei Millionen Euro. In beiden Streitpunkten habe er bereits Anzeige erstattet.

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