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Auf dem Sportplatz des Kraillinger Gewerbegebietes KIM will die Lasertech-Firma EOS  ein Forschungs- und Entwicklungszentrum errichten lassen,

EOS plant Neubau für 750 Arbeitskräfte

Gemeinderäte von Dimensionen schockiert

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Die Firma EOS wird im Kraillinger Gewerbegebiet KIM weiter expandieren. Obwohl einer Bebauung des Sportplatzes bereits zugestimmt wurde, zeigen sich mehrere Gemeinderäte jetzt geschockt von der geplanten Größe des Bauvorhabens.

Krailling – Die Erfolgskurve der Kraillinger Firma EOS, Weltmarktführer im Bereich des industriellen 3-D-Drucks, geht weiter steil nach oben. Mehr als 315 Millionen Euro Umsatz hat das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr gemacht, weltweit werden inzwischen über 1000 Mitarbeiter beschäftigt. „Wir werden und müssen weiter wachsen“, sagte Hella Langer, Ehefrau des Firmengründers Hans J. Langer, am Dienstag im Gemeinderat. Dort wurde eine Vorstudie für das Forschungs- und Entwicklungszentrum vorgestellt, das auf dem KIM-Sportplatz entstehen soll. In dem Neubau will man in den nächsten Jahren 750 Arbeitsplätze schaffen.

Hella Langer betonte, dass dem Unternehmen eine ökologische, energieeffiziente und nachhaltige Bauweise sehr wichtig sei. Das neue Firmengebäude soll als Holzkonstruktion mit einem Minimum von Versiegelung erstellt werden. Durch die Verwendung von Holz statt Stahl und anderer Materialien ließen sich 50 bis 70 Prozent CO2 einsparen, erklärte Prof. Hermann Kaufmann, der tags zuvor mit dem Deutschen Architekturpreis 2017 ausgezeichnet worden war. Er gehört zusammen mit dem Architektenteam „bogevischs büro“ zu den Planern.

Trotz ökologischer Bauweise stieß das Projekt auf heftige Kritik. Sie schätze EOS sehr, erklärte Adrienne Akontz (Grüne), aber dieser Bau sei für Krailling zu groß dimensioniert. Geplant ist ein zirka 134 Meter langer und 60 Meter breiter Baukörper. Im Erdgeschoss mit einer lichten Höhe von fünf Metern soll künftig die Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeiten. Über dem Geschosssockel sind drei weitere Stockwerke mit vier begrünten Innenhöfen vorgesehen. Die erforderlichen Stellplätze will man in einer zweigeschossigen Tiefgarage unterbringen. Unabhängig davon soll noch 2017 neben dem KIM-Hackschnitzelkraftwerk ein Parkhaus mit 200 Stellplätzen entstehen.

„750 neue Mitarbeiter sind eine wahnsinnige Belastung für Krailling“, meinte Andrea Schulte-Krauss (Grüne). Das Wohnungsproblem werde sich dadurch massiv verschärfen. Andere Gemeinderäte sahen vor allem enorme Verkehrsprobleme auf die Gemeinde zukommen. 70 Prozent der EOS-Mitarbeiter kämen mit dem Auto, sagte Rudolf Heidrich (FBK), dies bedeute mindestens zusätzliche 500 Fahrbewegungen morgens wie abends. Fraktionskollegin Dietlind Freyer-Zacherl erklärte, danach müsse mit der KIM-Erweiterung endgültig Schluss sein.

Mathias Walterspiel (CSU-Fraktion) hielt das rund 18 Meter hohe Gebäude für „Wald-kompatibel“. Eleonore Zwißler (CSU) appellierte an die Ratskollegen, die Erfolgsgeschichte mit EOS fortzusetzen und die Bebauungsplanänderung auf Grundlage der vorgestellten Studie auszuarbeiten. Dies wurde gegen die sechs Stimmen von Grünen sowie Erika Harder und Stephan Bock (SPD) befürwortet.

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