Mobilfunk: Umweltinstitut legt Immissionsgutachten vor

Sendemasten optimal bei Webasto und TV Planegg-Krailling

Krailling - Weil die Kapazitäten der vorhandenen Mobilfunkmasten nicht mehr ausreichen, haben Krailling und Gauting Hans Ulrich vom Münchner Umweltinstitut beauftragt, Immissionsgutachten zu erstellen.

Allein die Deutsche Telekom benötigt drei neue Sendemasten. Trotz besserer Versorgung soll die Strahlenbelastung für die Bevölkerung aber möglichst gering bleiben. Laut dem Experten haben Gauting und Krailling Versorgungsengpässe vor allem im westlichen Gemeindegebiet. Deshalb peile die Telekom neue Standorte an. Für Gauting empfahl Ulrich den Webasto-Firmensitz an der Kraillinger Straße in Stockdorf; der Mast auf dem Gelände des Bundesnachrichtendienstes an der Wanneystraße sei schon voll und daher nicht zukunftssicher. Nach den Untersuchungswerten eigne sich eine Sendeanlage auf der neuen Webasto-Halle, weil weder die dortige Kinderkrippe noch die Nachbarschaft mit gesundheitsschädlicher elektromagnetischer Strahlung belastet werde. „Durch die hohe Lage strahlt die angepeilte Telekom-Antenne auf dem Webasto-Dach weit über die Köpfe hinweg.“ Der neue Webasto-Mast verbessere die Netzabdeckung in Stockdorf und Krailling, versicherte der Fachmann. Ergänzend könne die Telekom den schon bestehenden Stockdorfer O2-Mast westlich der Bahnlinie im Staatsforst noch belegen. Einstimmig beauftragte der Bauausschuss die Rathausverwaltung, mit Webasto Verhandlungen aufzunehmen.

Für Unterbrunn hatte das Umweltinstitut fünf Standorte untersucht. Ulrich favorisierte einen Mast auf einer Hügelkuppe im Wald nördlich des Dorfs. Die Strahlung erreiche dort lediglich ein Zehntel des gesetzlich zugelassenen Grenzwertes, prognostizierte der Ingenieur. Mit dem Mast könne nicht nur die Versorgung Unterbrunns, sondern auch die der Kraillinger Ortsteile Frohnloh und Pentenried verbessert werden. Den bestehenden Mast auf der Unterbrunner Brennerei werde die Telekom danach „zu 95 Prozent abbauen“, sagte der Gutachter.

Für Krailling empfahl Ulrich einen Mobilfunkmasten auf dem Gelände des TV Planegg-Krailling – ein Standort, den die Gemeinde bereits im Sommer vergangenen Jahres als Positivstandort festgelegt hat. Damit könne man den unterversorgten Bereich westlich der Bahnlinie abdecken. Der Mast würde auch den Standort Bergstraße 24 überflüssig machen. Wie berichtet, wollte Vodafon die dortige Anlage aufrüsten, eine von der Gemeinde erlassene Veränderungssperre verhinderte das.

Der Kraillinger Gemeinderat kam einstimmig überein, wegen der Sendeanlage Gespräche mit dem TV Planegg-Krailling aufzunehmen. Der Sportplatz wäre dadurch keiner erhöhten Strahlung ausgesetzt, da der Sendekegel eines zirka 35 Meter hohen Mastes über den Sportplatz hinausgehen würde

cc/de

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