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Die Führungsriege der Senioreninitiative Krailling: (v.li.) Ulrich Treiber, Jutta Beyerl, Marlene Buch, Waltraud Asam, Hannelore Louis-Schmitz und Otto Popp. 

Senioreninitiative Krailling

100 Prozent für Louis-Schmitz

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Die Senioreninitiative Krailling hat nach 25 Jahren eine neue Vorsitzende: Hannelore Louis-Schmitz

Krailling– Lag es am Führungswechsel nach 25 Jahren und dem Ausscheiden von Waltraud Asam aus dem Vorstand? Die Versammlung der Senioreninitiative Krailling am Montag war jedenfalls ausnehmend gut besucht, 76 von insgesamt rund 260 Mitgliedern erschienen in der Kraillinger Brauerei – und damit fast doppelt so viele wie zur Hauptversammlung vor gut zwei Jahren. Die Mitglieder folgten der Empfehlung Waltraud Asams und wählten Hannelore Louis-Schmitz (72) zur neuen Vorsitzenden: Sie erhielt alle 76 Stimmen.

Hannelore Louis-Schmitz, gebürtige Nordrhein-Westfälin, lebt seit 25 Jahren in Krailling. Was sie nie bereut hat: „Es war die richtige Entscheidung.“ Die ehemalige Berufsschullehrerin hat sich bereits in der Vergangenheit für die Seniorenarbeit eingesetzt, unter anderem bei der Seniorenbörse in München, wo sie nach eigener Aussage Bridgekurse sowie Kochkurse für Männer anbot. Seit 2015 gehört sie dem Vorstand der Senioreninitiative an, damals rückte sie für Dietlind Freyer-Zacherl ins Präsidium. Hannelore Louis-Schmitz ist stellvertretende Ortsvorsitzende der Kraillinger FDP und engagiert sich auch beim Helferkreis Asyl. Sie hat vier Kinder, eines davon hat sie vor vielen Jahren als Flüchtlingskind aufgenommen.

Ihre Wahl machte Louis-Schmitz davon abhängig, dass sie mit ihrem Wunschteam zusammenarbeiten darf. Diesem Wunsch kamen die Mitglieder nach: Sie wählten erneut Otto Popp und Ulrich Treiber in den Vorstand, außerdem Marlene Buch und Jutta Beyerl. Nicht mehr zur Wahl stellte sich Horst Lehrer. Er sagte aber zu, weiterhin Wanderungen zu organisieren.

Finanziell ist die Senioreninitiative auch dank Spenden gut aufgestellt. Sie hat derzeit 7810 Euro auf der Habenseite. Wenngleich die Zahlungsmoral vieler Mitglieder zu wünschen übrig lässt. 60 Senioren haben im Vorjahr ihren Mitgliedsbeitrag nicht entrichtet. Heuer seien es sogar noch mehr, berichtete Ulrich Treiber. Dies lasse sich aber oft auf Krankheit oder das hohe Alter zurückführen. Manche Senioren wüssten wohl gar nicht, dass sie noch als Mitglied geführt werden.

Waltraud Asam (87) begründete ihren Rückzug mit ihrem fortgeschrittenen Alter. Nach einer Knieoperation könne sie auch nicht mehr bei allen Veranstaltungen dabei sein. Die langjährige Vorsitzen habe die Senioreninitiative zu einem Erfolgsmodell gemacht, sagte Louis-Schmitz. Und das ohne moderne Technik, nur mit einer Schreibmaschine und einem Telefon.

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