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Badeunfall am Bergerweiher

15-Jähriger in akuter Lebensgefahr

Krailling - Der 15-jährige Junge, der am Montag im Kraillinger Bergerweiher verunglückt ist, schwebt in Lebensgefahr. Wie die Polizei mitteilt, ist sein Zustand kritisch.

Zwischen 10 und 15 Minuten hatte es gedauert, ehe der Jugendliche, nachdem er untergegangen war, aus dem Wasser gezogen werden konnte. Allein aufgrund dieser Tatsache könnten die Ärzte ein Ableben nicht ausschließen, so ein Sprecher der Polizei.

Bei dem Verunglückten handelt es sich um einen Iren, der gemeinsam mit zwei Freunden (15 und 13 Jahre) zu Besuch bei seinem Onkel in Krailling war. Das jugendliche Trio war erst wenige Stunden vor dem Unglück im Würmtal angekommen und hatte am Weiher nach einer Abkühlung gesucht. Die Urlauber sprangen vom Steg ins Wasser, um zur künstlichen Badeinsel zu schwimmen. Die Distanz, die sie dabei überwinden mussten, beträgt etwa fünf Meter. Die Tiefe des Weihers an dieser Stelle ist nach Angaben der Polizei nicht bekannt.

Der genaue Grund für das Untergehen des Jugendlichen wirft weiter Fragen auf. Die Polizei vermutet jedoch, dass der Bub eine Panikreaktion aufgrund mangelnder Schwimmkenntnisse zeigte. Alkohol als Ursache scheidet zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen aus. Wie inzwischen bekannt wurde, hatten die beiden Begleiter des Verunglückten über andere Badegäste die Rettungsdienste verständigt. Erst eine Streife der Polizei konnte aber unter Mithilfe eines Anwesenden den leblosen Körper des 15-Jährigen aus dem Wasser bergen. Der Polizei war bis Redaktionsschluss nicht bekannt, warum die drei Badegäste, die zum Zeitpunkt des Unfalls am Weiher waren, den Jungen nicht schon früher aus dem Wasser gezogen haben. Ein Kriseninterventionsteam betreute die beiden irischen Freunde des 15-Jährigen während und nach der Rettungsaktion.

Der Vater des Verunglückten ist inzwischen aus Irland angereist. Am heutigen Mittwoch soll auch er vernommen werden, teilt die Polizei mit, die sich davon Hinweise zu dem Jugendlichen verspricht. „Wir wissen derzeit überhaupt nichts über den Jungen“, so ein Sprecher der Pressestelle.

Michael Grözinger

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