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Blick vom Braun-Grundstück auf das westliche Würmufer: An der Würmwiese soll ein Zugang von der Margaretenstraße zur neuen Würmbrücke entstehen. 

Margaretenstrasse

Brückenzugang: Sturz in die Würm befürchtet

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Eine neue Würmbrücke soll künftig den Osten Kraillings mit der Ortsmitte verbinden. Doch ob der Übergang nach Fertigstellung sofort nutzbar ist, steht infrage. Der Zugang vonseiten der Margaretenstraße soll neu überplant werden – vor allem aus Sicherheitsgründen.

Krailling – Die Fundamente für die neue Würmbrücke zwischen dem Braun-Grundstück und der sogenannten Würmwiese hinter dem Ristorante Rosario sind bereits gesetzt. Und eigentlich war auch die Planung für den Zugang von der Margaretenstraße vom Gemeinderat bereits abgesegnet. Doch am Dienstag schwenkte das Gremium um und beauftragte die Verwaltung, das Konzept im Hinblick auf Sicherheitsaspekte und Kosten zu überarbeiten.

Kosten in Höhe von 186 000 Euro veranschlagt

Für die Neugestaltung des Zugangs am westlichen Würmufer sind Kosten von rund 186 000 Euro veranschlagt, unter anderem für Befestigungsanlagen sowie Erdarbeiten und die Geländemodellierung. Wie Susanne Brittinger vom Bauamt darlegte, seien für die Gemeinde, die nach dem Einbruch der Steuereinnahmen jeden Cent zweimal umdrehen muss, Einsparungen von 24 000 Euro möglich.

Gefahr für Kinder?

Werner Engl (Grüne) erschienen die Kosten immer noch zu hoch, nach seinem Dafürhalten seien Einsparungen von 50 Prozent möglich, etwa durch Alternativen zu den aus Granit geplanten Sitzstufen, für die man allein 75 000 Euro berappen müsste. Defizite sah er aber insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit. Die Würm sei an dieser Stelle tief und habe eine starke Strömung. „Wer hier nicht schwimmen kann, kommt nicht mehr raus“, warnte Engl. Und die Stufenanlage führe direkt ins Wasser. Dies bringe Gefahren für Kinder mit sich, zumal sich das Lokal Rosario in unmittelbarer Nähe befinde.

Mathias Walterspiel (CSU-Fraktion) erklärte, man solle das Risiko nicht überhöhen, der Straßenverkehr berge mehr Gefahren. Sebastian Sefzig (FDP) appellierte an die Ratskollegen, nicht nochmals an der Planung zu rütteln. Es sei gerade das Ziel gewesen, eine weitere Zugangsmöglichkeit zur Würm zu schaffen. Zudem gab es die Befürchtung, dass Fördermittel gestrichen werden; der Bereich ist Teil der Ortsmitteplanung.

Sicherheitsgedanke überwiegt

Letztlich überwog der Sicherheitsgedanke. „Ich würde seitens der Gemeinde kein Risiko eingehen wollen“, sagte Martin Hoffmann (SPD-Fraktion). Die Verwaltung wurde beauftragt, Planungsalternativen vorzulegen – etwa eine Absturzsicherung in Form einer Mauer oder Umzäunung. Gleichzeitig soll ausgelotet werden, wie sich die Neugestaltung kostengünstiger umsetzen lässt. Bürgermeister Rudolph Haux mahnte zur Eile, die Ausschreibung solle möglichst noch im Herbst erfolgen. „Sonst ist die Brücke fertig und man muss sie sperren.“

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