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Was Geschäftsleute in Krailling nach der großen Baustelle sagen

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Seyda Karapinar von Feinkost Sari in Krailling
Seyda Karapinar von Feinkost Sari hält den Umbau der Kraillinger Ortsmitte für gelungen. © Dagmar Rutt

Kraillinger Ladenbesitzer haben durch den Umbau der Margaretenstraße und die Baustellen heftig gelitten. Zeitweise waren ihre Geschäfte kaum zu erreichen. Wir haben uns umgehört, was sie von der neuen Ortsmitte halten.

Krailling – Seit knapp zwei Monaten rollt der Verkehr wieder auf der Margaretenstraße. Kraillings neue Ortsmitte hat Gestalt angenommen: neues Pflaster, Parkplätze, Bänke und Begrünung. Durch die winterliche Witterung erstrahlt der 4,5 Millionen teure Umbau zwar noch nicht richtig – die Geschäftsleute sind jedoch froh, dass die Baustelle nach anderthalb Jahren endlich ein Ende gefunden hat. „Es ist jetzt wieder besser. Wir haben tatsächlich alle unter der Baustelle gelitten“, erzählt etwa Seyda Karapinar von Feinkost Sari. Ihre Kunden mussten verhältnismäßig weit weg parken, um frisches Obst und Gemüse zu kaufen. Einige ihrer Stammkunden seien eine Zeit lang gar nicht mehr gekommen. Jetzt sind sie wieder da, so Seyda Karapinar.

„Viel Dreck und Weniger Kunden“

Die Sari-Geschäftsführerin findet den Umbau der Straße aber gelungen – insbesondere die durch die Absenkung des Bürgersteigs entstandene Barrierefreiheit und das Plus an Parkplätzen. Darüber freut sich auch Martina Brachem, Geschäftsführerin von Juwelier Sanftl. „Die Baustelle hat aber viel Dreck gebracht und weniger Kunden.“ Viele hätten sich beschwert. Gerade Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, fanden es schwierig, über die Bretter zu steigen. Der Kundenrückgang sei jedoch nicht nur der Baustelle geschuldet, sondern auch der Pandemie weiß Brachem: „Wir hatten ja zusätzlich noch wochenlang geschlossen.“ Unzufrieden zeigt sich die Juwelierin über den Sicherungsschutz vor ihrer Ladentür. „Ich hatte mir von der Gemeinde gewünscht, dass es hier eine Art Einfahrtstopp in Form einer Bank oder Fahrradständer gegeben hätte.“ Es fänden immer wieder Einbrüche statt, indem die Eingangstür mit einem Auto gerammt wird. Ob die momentan schräg vor der Tür angebrachten Holzbalken den erwünschten Erfolg bringen, bezweifelt Martina Brachem indes.

Die Friseurin Shanga Rustam vom Salon de Beauté berichtet, dass die meisten ihrer Kunden mit der neuen Ortsmitte zufrieden sind. Sie konnte auch keinen gravierenden Rückgang beim Kundenfluss verzeichnen. Außer in der Zeit, als die Baustelle direkt vor ihrer Tür war. Da war es dann auch für ihre älteren Kunden schwierig, zum Salon zu gelangen.

Mit Parkplatzsituation nur bedingt zufrieden

Die neu gestaltete Parkplatzsituation gefällt Hörakustikerin Teresa Kempter von Mierau Hörsysteme bislang dagegen nur bedingt: „Hier vor unserem Geschäft muss man parallel zur Straße parken. Da jedoch ein paar Meter weiter senkrecht geparkt werden darf, sind einige unsicher, wo was gilt.“ So stellten manche ihre Autos einfach frontal vor das Geschäft. Kempter meint, dass liege an der durch das momentan aufgehäufte Winter-Streugut etwas schwer zu erkennenden Markierung. „Im Sommer ist es dann bestimmt anders.“ Es sei einfach eine Umstellung für alle. „Ansonsten wirkt alles viel freier, einheitlicher und moderner mit dieser durchgängigen Pflasterung,“ lobt Teresa Kempter. Carolin Högel

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