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Den innovativen Fluganzug „Jet Suit“ stellen Gravity Industries und die Kraillinger Firma EOS auf der Messe formnext in Frankfurt vor. 

Fluganzug von EOS und Gravity Industries

Mit 1000 PS durch die Lüfte

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Der Traum vom Fliegen wird wahr. Die Firma EOS aus Krailling präsentiert in Frankfurt den „Jet Suit“, einen Fluganzug. Ein Spielzeug für Betuchte.

Krailling– Inspector Gadget und James Bond könnten die nächsten Kunden der Firma EOS sein. Die Kraillinger präsentieren gemeinsam mit der Firma Gravity Industries auf der Frankfurter Messe formnext einen Fluganzug, mit dem ein Mensch mit 1000 PS und 70 Stundenkilometern durch die Lüfte sausen kann. Helm auf und los geht’s.

Der „Gravity Jet Suit“ hat fünf Turbinen an Armen und Rücken, die für Auftrieb sorgen, und wiegt 20 bis 25 Kilogramm. Acht Minuten lang hält das Kerosin im Tank. Bis man das Fliegen im Anzug beherrsche, dauert es laut Angaben von Gravity Industries eine Woche. James Bond wäre begeistert. Der Traum vom Fliegen rückt deutlich näher. Doch nicht für jeden. Rund eine halbe Million Euro soll der Fluganzug kosten, sagt EOS-Mitarbeiter Albert Islinger.

„Eine erste kommerzielle Anwendung wird voraussichtlich eine Rennserie sein. Generell sprechen wir bei Gravity nicht von einem Produkt für den Massenmarkt“, erklärt er. Durch den Preis sei eine solche High-Tech-Anwendung einer exklusiven Zielgruppe vorbehalten, sind sich die Hersteller bewusst.

Erfunden hat den Fluganzug Gravitiy Industries, EOS hilft seit März, ihn zu optimieren. Gravity Industries wurde 2017 zu dem Zweck gegründet, Menschen den Traum vom Fliegen zu ermöglichen, ihnen ein einmaliges Flugerlebnis zu bieten und den Personentransport zu revolutionieren. EOS ist spezialisiert auf industriellen 3D-Druck von Kunststoffen und Metallen. Die Expertise aus Krailling habe dazu beitragen können, dass der Anzug aus additiv gefertigten Teilen, Spezialelektronik und fünf Triebwerken leichter und günstiger in der Fertigung geworden sei. EOS habe „Gravity“ unter anderem bei der Optimierung der Halterung und Steuerung der Turbinen am Arm unterstützt. Zudem ermögliche der 3D-Druck von EOS, Komponenten perfekt auf den jeweiligen Piloten, seine Armlänge und seinen Armdurchmesser anzupassen, erklärt Albert Islinger.

Seit einigen Monaten ist der Fluganzug jetzt erhältlich. Fünf Exemplare wurden bereits gefertigt. Er wird die derzeit gängigen Verkehrsmittel wohl nicht ersetzen, aber EOS kann damit heute in Frankfurt die Vorteile der additiven Fertigung demonstrieren: „Das Verfahren hat einzigartige Vorzüge, denn es kann Unternehmen zu einem neuen Denken in Konstruktion und Herstellung inspirieren. In diesem Jahrzehnt sind echte Innovationen nur möglich, indem man Limits austestet und hinterfragt“, so Güngör Kara, Chief Digital Officer bei EOS.

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