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Vor der Raiffeisenbank hat die Gemeinde Musterflächen aus Beton- sowie Naturstein auslegen lassen, die Petra Braig und ein weiterer Passant in Augenschein nehmen.

Antrag aus Kraillinger Bürgerversammlung erfolglos

Ortsmitte erhält Granit-Pflaster

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Der Kraillinger Gemeinderat hält an seiner Entscheidung fest, die Ortsmitte mit Naturstein statt mit Beton zu pflastern. Trotz Mehrkosten von rund 500 000 Euro.

Krailling– Die Entscheidung war eigentlich längst gefallen. Schon im Juni vergangenen Jahres hatte der Kraillinger Bauausschuss beschlossen, das neu gestaltete Ortszentrum mit Granitstein zu pflastern. Eine Entscheidung, die wenig später der Gemeinderat mit großer Mehrheit bestätigte. Doch am Dienstag musste er sich erneut mit dem Thema befassen.

Die Bürgerversammlung Mitte März hatte das Pflaster zurück auf die Tagesordnung gebracht. Eine Mehrheit forderte, die Entscheidung zu überdenken – vor allem aufgrund der hohen Kosten. Bauamtsleiter Helmut Mayer bezifferte die Mehrkosten einer Pflasterung mit dem ausgewählten Granit im Vergleich zu einem Betonbelag auf rund 500 000 Euro. Er erinnerte in der Sitzung aber daran, dass Naturstein abgesehen von der Gestaltungsqualität im Unterhalt günstiger, besser zu reinigen und vor allem nachhaltiger sei. „In Altstädten gibt es Beläge, die mehrere 100 Jahre alt sind.“ Außerdem seien für den städtebaulichen Mehraufwand Fördergelder zu erwarten. Bürgermeisterin Christine Borst betonte, dass es seit der Absegnung des Masterplans für die Ortsmitte keine neuen Erkenntnisse gebe.

Adrienne Akontz (Grüne) lehnte Naturstein erneut ab. Sie bezweifelte, dass dieser energetisch nachhaltiger sei als Betonstein. Rudolf Heidrich (FBK) sprach von einem „Luxusausbau“. Mit Naturstein sei der Straßenbelag überdies lauter. Martin Hoffmann (SPD) kritisierte, dass die Granit-Musterfläche vor der Raiffeisenbank in der Margaretenstraße schlecht verlegt und verfugt sei, so könne man den Bürger schwerlich überzeugen. „Ich bitte dringend um ein Muster, das vorzeigbar ist.“ Laut Bauamtsleiter Mayer sind Nachbesserungen jedoch schwierig. Die kleine Fläche habe ein Gartenbaubetrieb verlegt, der sonst Terrassen baue: „Der kriegt das nicht besser hin.“ Für Sebastian Sefzig (FDP) war das Muster Grund zum Meinungsumschwung. Das Fugenbild der Pflasterung werde sich ohne Nacharbeit nicht erhalten lassen, prophezeite er. Er werde deshalb diesmal für einen Betonbelag stimmen.

Die Ratsmehrheit blieb aber von den Vorzügen des Granitsteins überzeugt. Man müsse für den Bürger noch deutlicher darstellen, dass die Folgekosten bei Betonstein höher seien, sagte Erika Harder (SPD). Ihr Parteikollege Stephan Bock erklärte, dass für ihn trotz der Kosten vor allem ästhetische Kriterien ausschlaggebend seien: „Krailling hat eine Ortsmitte mit Naturstein verdient.“

Mit 14:5 Stimmen bestätigte der Gemeinderat seine Entscheidung, hellgrauen Fürstenberger Granit zu verlegen. Dagegen stimmten FBK, FDP und Teile der Grünen.

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