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Aufgrund der Parkplatznot stellen KIM-Mitarbeiter ihre Fahrzeuge entlang der Pentenrieder Straße ab.

Gewerbegebiet KIM

Lebensgefahr durch Parkplatzmangel

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Krailling - Im Kraillinger Gewerbegebiet KIM herrscht Parkplatznot. Firmenmitarbeiter stellen ihre Fahrzeuge an der gefährlichen Kreisstraße ab. Die Gemeinde muss jetzt kurzfristig Abhilfe schaffen.

Das Geschäft vieler Unternehmen in der Kraillinger Innovationsmeile (KIM) boomt. Die Expansion florierender Unternehmen und Verdichtung des Gewerbegebiets bereitet der Gemeinde jedoch zunehmend Probleme. „Die Parkplatzsituation ist verheerend“, konstatierte Bürgermeisterin Christine Borst am Dienstagabend im Gemeinderat. Mangels Parkraum stellen immer mehr KIM-Mitarbeiter ihre Fahrzeuge entlang der Pentenrieder Straße ab. Laut Bauamtsleiter Helmut Mayer seien mehr als 60 Pkw gezählt worden. Die Gemeinde sehe ein beträchtliches Gefahrenpotential, so Borst, wenn KIM-Mitarbeiter bei Dunkelheit die viel befahrene Kreisstraße queren. Eine Situation, die sich bei Schnee noch verschärfen könnte. Borst: „Wir brauchen noch vor Wintereinbruch eine Lösung.“

Auf dem ehemaligen Betriebssportplatz der KIM, der teilweise bereits zu einem Parkplatz umfunktioniert wurde, sollen deshalb zusätzlich 60 Behelfsstellplätze geschaffen werden. Weitere 60 Stellplätze will man auf Antrag der CSU provisorisch an der Lise-Meitner-Straße unterbringen. Dazu soll östlich des Gehwegs eine weitere Parkzeile geschaffen werden, indem der Zaun zum Wald entfernt und die Humusschicht abgeschoben wird. Rudolf Heidrich (FBK) befürchtete, dass durch die Baumaßnahme das Wurzelwerk von Bäumen und damit der gesamte Waldsaum des sogenannten Antennenfeldes geschädigt wird. Laut Bauverwaltung befindet sich an dieser Stelle aber bereits ein Kiesunterbau, da hier ehemals die Umfahrungsstraße des Tanklagers verlief. Heidrich bezweifelte allerdings, dass dieser Bereich für eine Parkzeile ausreicht. Auf Vorschlag von Adrienne Akontz (Grüne) kam man überein, dies nochmals zu prüfen. Sollte der Platz nicht genügen, will man in den Bereich des Tanklagers ausweichen. Dort sind auf einer asphaltieren Fläche ohnehin 60 weitere provisorische Stellplätze vorgesehen. Sebastian Sefzig (FDP) zeigte sich positiv überrascht, dass es mit dem neuen Eigentümer des Tanklagers nach kurzer Zeit schon eine derart gute Zusammenarbeit gebe.

Die neuen Parkplätze sollen nur eine Interimslösung darstellen. Firmenerweiterungen scheiterten inzwischen daran, dass man die erforderliche Anzahl von Stellplätzen auf den Grundstücken nicht mehr unterbringen könne, heißt es in dem CSU-Antrag. Erste Unternehmen trügen sich bereits mit Abwanderungsgedanken. Angedacht ist deshalb der Bau von mehrstöckigen Parkdecks. Eines mit rund 700 Stellplätzen will die Laser-Tech-Firma EOS auf einem Grundstück südlich des Sportplatzes errichten. Wie Bürgermeisterin Borst berichtete, gebe es zudem Überlegungen mehrerer Firmen, gemeinsam ein Parkdeck auf dem Grundstück des ehemaligen Casino-Gebäudes zu bauen. Hier seien 500 Stellplätze vorgesehen.

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