Konzessionsvergabe

Betreiber für Stromnetze steht fest

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Würmtal - Planegg und Krailling haben einen Betreiber für ihre Stromnetze bestimmt. Die Rückführung der Netze in öffentliche Hand bleibt weiter offen.

Die Gemeinden Planegg und Krailling haben das Nutzungsrecht für ihre Stromnetze neu vergeben. Die Stromnetz Würmtal GmbH darf von 2017 an für 20 Jahre gegen eine jährliche Abgabe die örtlichen Verteilnetze bewirtschaften und Durchleitungsgebühren von den Stromanbietern kassieren. Das beschlossen die Konzessionsausschüsse der beiden Gemeinderäte am Montag. In Gauting tagt heute der Konzessionsausschuss. Auch dort ist mit einem identischen Beschluss zu rechnen.

Mit der Vergabe an die Stromnetz Würmtal GmbH ist ein Zwischenziel bei der Rückführung der drei Ortsnetze in öffentliche Hand erreicht. Hinter der Stromnetz Würmtal GmbH steckt die EON-Tochter und bisherige Konzessionsinhaberin Bayernwerk AG, die sich die drei Gemeinden in einer eigenen Ausschreibung als strategischen Partner für eine mögliche Netzübernahme ausgesucht hatten. Nun sollen die Gemeinden über die kommunale Tochtergesellschaft Würmtal Holding 51 Prozent der Stromnetz Würmtal GmbH erwerben.

Die dafür nötigen fünf Millionen Euro – das entspricht der Hälfte des Netzwertes – sollen über einen Kredit finanziert werden. Doch anders als Planegg und Krailling will Gauting die Holding nicht aus der klammen Gemeindekasse mit dem von den Banken geforderten Eigenkapital ausstatten. So könnte das bisherige Konzept für die Netzübernahme an 500 000 Euro scheitern, die Gauting in die Holding einbringen müsste. Die Gemeinde will aber offenbar im Spiel bleiben. Man verhandle über eine alternative Aufteilung von Kosten und Erlösen innerhalb der Holding, hieß es zuletzt.

Den Vorwurf einer Vorfestlegung und eine erneute Klage, mit der die Bayernwerk AG ein erstes Verfahren zur Neuvergabe der schon 2009 ausgelaufenen Konzessionen zu Fall gebracht hatte, müssen die Gemeinden nicht fürchten. Die Stromnetz Würmtal GmbH war der einzige Bewerber. Es habe zwar noch einen Interessenten gegeben, hieß es in den Sitzungen am Montag. Dieser habe aber kein Angebot mehr vorgelegt, nachdem die Gemeinden ihre Vergabekriterien konkretisiert hätten. Es sei „eine Supersache, dass es keinen unterlegenen Bewerber gibt“, sagte Martin Hoffmann (SPD), Vorsitzender des Kraillinger Konzessionsausschusses. Fritz Haugg (FDP), Mitglied im Planegger Konzessionsausschuss, fand es dagegen „schade, dass es nur ein Angebot gab“. Details zum Angebot der Stromnetz Würmtal GmbH wurden bislang nicht bekannt gegeben.

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