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Spurensuche: Uwe Meixner auf „Cäsar“ und Robert Staber auf dem Schimmel „Eskadron“ im Kreuzlinger Forst. 

Fahndung

Mit Reiterstaffel gegen Hundehasser

Die Gautinger Polizei versucht dem Hundehasser auf die Spur zu kommen – und setzt dabei auf Verstärkung hoch zu Ross.

Krailling– Zwei Beamte der Reiterstaffel des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd aus Rosenheim patrouillierten am Sonntag durch den Kreuzlinger Forst bei Krailling. Die Polizeioberkommissare Uwe Meixner (58) auf „Cäsar“ und Robert Staber (54) auf dem Schimmel „Eskadron“ sollten Spuren sichern. Von oben sehe man mehr, sagen die beiden Beamten.

Wie berichtet, hat ein bislang unbekannter Hundehasser am Starnberger Erholungsgebiet Percha Beach und im Kreuzlinger Forst mit Klingen präparierte Wurstköder ausgelegt. „Das sind nur Fingerkuppen große Bifi-Salamistückchen“, warnt der Gautinger Hauptkommissar Martin Heinrich Hundebesitzer. Der Täter präpariere diese Wurststückchen mit kleinen, messerscharfen OP-Skalpellen, die es in Apotheken zu kaufen gebe.

Der Kraillinger Vorfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Betriebssportplatzes im Gewerbegebiet KIM, von wo die Rosenheimer Reiterstaffel gestern ihren Einsatz startete. Seit Gründung der fünf Mann starken Einheit sind Meixner und Staber dabei. Und sie hatten in der Vergangenheit schon mit ähnlichen Fällen zu tun, beispielsweise am Chiemsee, wo ein Hundehasser Rattengift ausgelegt hatte.

Seit ein Bekennerschreiben bei der Polizei in Starnberg eingegangen ist, sind die Dienststellen im gesamten Landkreis alarmiert. Die Schrift werde noch „ausgewertet“, sagte Heinrich gestern. Es sei bisher unklar, ob es sich um eine Täterin oder einen Täter handle. Weil auch Wildtiere an den mit scharfen Skalpellen präparierten Ködern elend zugrunde gehen, stehe man auch mit der Jägerschaft in Kontakt.

Laut einem Facebook-Eintrag soll am Freitag wieder ein Giftköder gefunden worden sein – in der Nähe der Fleckhamer Straße in Krailling. Einen entscheidenden Hinweis fand die Rosenheimer Reiterstaffel gestern nicht, bedauerte Hauptkommissar Heinrich nach dem Einsatz um 15 Uhr. Spaziergänger, die Verdächtige beobachten, sind weiterhin aufgefordert, umgehend die 110 anzurufen. Eine Perchaerin hat bekanntlich eine 1000-Euro-Prämie als Belohnung ausgesetzt.

Christine Cless-Wesle

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