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2020 bezugsfertig: die „Würmpark Terrassen“ in Krailling. 

Reichlich Käufer für drei Wohnbauprojekte in Krailling

„Wie geschnitten Brot“

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Wohnraum ist begehrt in Krailling. Mit der Sanftlwiese ist ein größeres Projekt demnächst abgeschlossen. Die Objekte an der Margaretenstraße 28 und die „Würmpark Terrassen“ befinden sich im Bau. 

Krailling– Wohnungen in Neubauten finden in Krailling häufig schon lange vor der Fertigstellung einen Käufer. So wurden etwa auf der Sanftlwiese in der Ortsmitte in den vergangenen beiden Jahren 37 Wohnungen errichtet, die sich auf sechs Häuser verteilen. Schon fünf Jahre vor Baubeginn hatten sich erste Interessenten bei der Starnberger Projektentwicklungsgesellschaft Frei & Essler gemeldet. Bis zum Vertriebsstart wuchsen die Anfragen zu einer beachtlichen Interessentenliste an. Zum Zeitpunkt des Richtfestes im Juni 2017 waren alle Einheiten verkauft – ohne, dass Frei & Essler je eine Anzeige geschaltet hatte. „Wir mussten keine Werbung machen. Es wusste ja jeder, dass wir da bauen“, sagt eine Mitarbeiterin der Firma. Das Projekt sei ein Selbstläufer gewesen. Bis heute gibt es nach Auskunft der Firma immer wieder Anfragen, die abgewiesen werden müssen.

Der Verkauf der Wohnungen auf der Sanftlwiese habe insgesamt ein halbes Jahr gedauert. In den ersten drei Monaten kamen bevorzugt Kraillinger zum Zug. Zum 1. August dieses Jahres konnte die Hälfte der Wohnungen bezugsfertig übergeben werden. Derzeit laufen noch Arbeiten an den Außenanlagen. Die Wege durch das autofreie Quartier müssen gepflastert werden, auch Bepflanzung und Anlage der Rasenflächen stehen noch aus.

Im März dieses Jahres erfolgte der Spatenstich für ein weiteres Bauprojekt in Krailling, das Areal Margaretenstraße 28. Gegenüber dem Alten Wirt entstehen hier auf etwa 2000 Quadratmetern „sechs schicke Townhouses“ und „elf sonnige Wohnungen“, wie es auf der Homepage der Keval Bau- und Immobilienholding GmbH & Co. KG heißt. „Die Lage ist hervorragend“, sagt Daniel Bursch von Bartsch Immobilien, zuständig für den Verkauf der Objekte. Noch klafft hier eine tiefe Baugrube. Von den elf 2-Zimmer-Wohnungen sind zehn bereits verkauft oder reserviert. Für die verbleibende 2-Zimmer-Erdgeschosswohnung mit einer Wohnfläche von knapp 63 Quadratmetern zahlt man einen Kaufpreis von 469 000 Euro. „Das können sich Leute leisten, die ohnehin schon gut verdienen“, sagt Makler Bursch.

Die sechs Townhouses sind noch nicht verkauft, Bursch ist aber zuversichtlich, dass sich in absehbarer Zeit Käufer finden. Am Ende sei es oft so, dass auf ein Haus drei Bewerber kämen. Die Reihenmittelhäuser kosten 949 900 Euro, die Reihenendhäuser 999 900 Euro. Die Fertigstellung ist für Herbst 2019 geplant. Bursch berichtet, dass sich insbesondere Münchner für das Projekt Margarete 28 interessieren. Die Nachfrage sei da.

Auch die „Würmpark Terrassen“, ein Ensemble aus sechs Mehrfamilienhäusern mit jeweils drei Geschossen zwischen Gautinger Straße und Würmufer, möchten wie das Projekt Margarete 28 mit Extras wie Fußbodenheizung, Tiefgarage und hochwertiger Sanitärausstattung punkten. Das Projekt war in der Gemeinde umstritten und wurde lange im Gemeinderat blockiert (wir berichteten).

Die 34 Wohnungen verfügen, je nach Geschoss, über Balkon‚ Terrasse oder Garten. Teilweise fahren die Aufzüge direkt in die Penthouses. 2020 sollen die „Würmpark Terrassen“ bezugsfertig sein. 70 Prozent der Einheiten haben bereits Eigentümer gefunden. Eine 3-Zimmer-Wohnung mit einer Wohnfläche von 118 Quadratmetern im Erdgeschoss ist für 1,1 Millionen Euro zu haben. Die 4-Zimmer-Wohnung im Obergeschoss mit 132 Quadratmetern Wohnfläche gibt es für 1,2 Millionen. „Die kleinen Wohnungen verkaufen sich eigentlich von selber“, sagt Peter Dornauer, Geschäftsführer der Evcon GmbH, die mit dem Vertrieb beauftragt ist. „Wie geschnitten Brot“, ergänzt er. Die Dachgeschosswohnungen auch. „Die waren sofort weg.“ Lange, bevor mit dem Bau der Häuser begonnen wurde.

Das Projekt wird damit beworben, dass man in Flussnähe mit Parkcharakter und in nächster Nähe zu München und zum Starnberger See lebe – familienfreundlich und mit luxuriösem Wohnkomfort. Nachdem er vor vier Wochen das letzte Mal eine Annonce für das Projekt geschalten habe, seien wieder vier Wohnungen weggegangen, berichtet Dornauer. Er geht davon aus, dass Ende des Jahres alle Objekte verkauft sind. Seine Käufer kämen überwiegend aus dem Umkreis; aus Krailling, Planegg und Gräfelfing. Auch aus München sei ein Käufer dabei. Sie seien „durchmischt“: ältere Menschen, die ihr Haus im Würmtal verkauft hätten, um in eine barrierefreie Wohnung zu ziehen, und Unternehmer aus der Gegend, die schlichtweg die Lage schätzten. Mehrheitlich Selbstbezieher, nur ein oder zwei Kapitalanleger. Dornauer: „Das sind typische Eigennutzerwohungen.“

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