Kraillinger Gewerbegebiet KIM boomt

Steuereinnahmen auf Rekordkurs

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Krailling - Die Kraillinger Wirtschaft floriert. Kämmerer Gerhard Friedrich rechnet bei den Steuern mit einem Rekordergebnis.

Die Gemeinde Krailling wird in den nächsten Jahren Millionenausgaben schultern müssen. Die Generalsanierung der rund 50 Jahre alten Grundschule steht an. Ein Lichtblick ist da, dass die örtliche Wirtschaft boomt. Heuer dürfte nach aktuellem Stand bei der Gewerbesteuer erstmals die Sechs-Millionen-Marke geknackt werden. „Es schaut sehr gut aus“, sagt Kämmerer Gerhard Friedrich. Er rechnet zum Jahresende mit Einnahmen in Höhe von rund 6,5 Millionen. Bis dato lag die Höchstmarke aus dem Jahr 2011 bei 5,7 Millionen. Veranschlagt waren heuer 5,25 Millionen.

In Krailling gibt es 1131 Gewerbetreibende (Stand 31. Dezember 2015). Steuern zahlt allerdings nicht einmal ein Viertel (251), das Gros der Gewerbeerträge liegt unter den Freibeträgen. Schließlich wird schon zum Unternehmer, wer beispielsweise eine Photovoltaik-Anlage betreibt und etwas Strom in das Netz einspeist.

Volle Auftragsbücher der Firmen und die gute Beschäftigungslage sind laut Kämmerer der Grund dafür, dass die Steuereinnahmen sprudeln. Vor allem aus dem Gewerbegebiet. „Das gute Ergebnis kommt aus der KIM, sagt Friedrich. „Das Schöne ist, dass wir dort einen bunten Mix an Firmen haben.“

Bei der Lohn- und Einkommensteuer liegt die Gemeinde im Soll, das Endergebnis dürfte die veranschlagten Einnahmen von 6,3 Millionen Euro nur knapp übersteigen.

Ein Plus von rund 15 Prozent verzeichnet der Kraillinger Kämmerer dagegen bei der kommunalen Umsatzsteuerbeteiligung. Sie wird in diesem Jahr voraussichtlich rund 345 000 Euro ins Gemeindesäckel spülen. Ein sattes Plus um die 100 Prozent dürfte zum Jahresende bei der Grunderwerbssteuer zu Buche stehen. Mit 145 000 Euro hatte der Kämmerer aus Verkäufen gerechnet. Friedrich: „Ich denke, wir könnten letztlich bei mehr als 300 000 Euro rauskommen.“

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