Buslinie 967 in den Osten Kraillings

Bürger fordern Taktverdichtung

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Die Anwohner im Bereich der Muggenthaler Straße im Osten Kraillings wünschen sich eine bessere öffentliche Verkehrsanbindung. Dafür wurden Unterschriften gesammelt.

Krailling – . Derzeit fährt die Buslinie 967 die dortige Haltestelle wochentags nur stündlich an. „Dies reicht nicht aus“, sagt Waltraud Asam, langjährige Vorsitzende der Senioreninitiative Krailling, die selbst in der Muggenthaler Straße wohnt. In dem Quartier lebten viele ältere Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht mehr in der Lage seien, Pkw und Rad zu nutzen. Sie seien auch schlecht zu Fuß und auf eine Verbindung ins Ortszentrum, zu Gaststätten, zur Bibliothek und den Fachärzten angewiesen. Zudem habe sich an der Muggenthaler Straße ein kleines Einkaufs- und Versorgungszentrum entwickelt, das zunehmend beliebter werde und für Besucher aus allen Kraillinger Ortsteilen attraktiv sei.

Dass der derzeitige Bustakt nicht ausreicht, davon sind auch die Geschäftsleute überzeigt. Marita und Karlheinz Bittschiller vom „Kraillinger Raumausstatter“ und Maria Pistone vom „Pastareich“ haben deshalb eine Unterschriftensammlung gestartet. In ihren Geschäften sowie im Friseursalon Uschi legten sie unter der Überschrift „Wir wollen unsere alte Busverbindung zurück“ Listen aus, in denen sich Kunden eintragen konnten. Bis 2014 verkehrte der Bus alle 30 beziehungsweise 40 Minuten. Bei dem Testlauf mit dem Ziel, die Meinung der Anwohner zu sondieren, kamen innerhalb von nur fünf Tagen mehr als 200 Unterschriften zusammen, „Der Bedarf ist da“, sagt Marita Bittschiller. Viele Quartier-Bewohner müssten auch in Planegg ewig stehen, bis wieder ein Bus in den Osten Kraillings fahre.

Mit der Forderung nach einer Taktverdichtung hat sich inzwischen auch der Kraillinger Gemeinderat befasst. Laut Landratsamt Starnberg gibt es hierfür nur zwei Optionen: Entweder man ändert den Umlaufplan der Linie und fährt Haltestellen wie etwa das Caritas-Altenheim nicht mehr an, oder es wird ein Verstärkerbus eingesetzt. Den müsste freilich die Gemeinde finanzieren, was mit Kosten in Höhe von 20 00 bis 25 000 Euro verbunden wäre. Aktuell sei deshalb keine Fahrplanänderung vorgesehen, sagt Kraillings Hauptamtsleiterin Sandra Sona.. Die Gemeinde wolle aber noch einmal auf das Landratsamt zugehen, um die Auslastung der Linie zu eruieren und eine genau Kostenaufstellung für einen Verstärkerbus zu erhalten.

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