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Stießen auf das Jubiläum an (v.li.): Starnbergs Landrat Karl Roth, VdK-Kreisvorsitzende Barbara Frey, VdK-Kreisgeschäftsführer Andreas Konow, Bürgermeisterin Christine Borst, Robert Otto, VdK-Bezirksvorsitzender Oberbayern, und Adolf Storch, Vorsitzender des VdK-Ortsverbands Krailling-Pentenried.

VDK Krailling-Pentenried feiert Jubiläum

Vom Versehrtenverein zur Sozialberatung

Mit acht Kraillingern fing alles an. Jetzt feierte der VdK Krailling-Pentenried sein 70-jähriges Bestehen

Krailling – Die Erfolgsgeschichte des VdK-Ortsverbandes Krailling-Pentenried begann zu einer Zeit, als die Menschen um ihr Überleben kämpften. Am 9. November 1947, nach Ende des Zweiten Weltkrieges, fanden sich acht Kraillinger in der örtlichen Brauerei ein, um ihr eigenes Schicksal und das ihrer Mitmenschen in die Hand zu nehmen. Heute mögen sich die äußeren Umstände geändert haben. Die Notwendigkeit der Verbandsarbeit ist allerdings noch immer gegeben. Auch mit Stolz auf das Geleistete feierte der VdK Krailling-Pentenried jetzt in den Räumen des TV Planegg-Krailling sein 70-jähriges Bestehen.

Ursprünglich für Kriegsveteranen, Versehrte und deren Hinterbliebene gedacht, richtet sich der VdK heute überwiegend an ältere Menschen, aber auch sozial Benachteiligte sowie Menschen mit Behinderung. „Unser jüngstes Mitglied ist 17 Jahre alt“, sagt Adolf Storch, Vorsitzender des VdK-Ortsverbands Krailling-Pentenried. Gerade diese Offenheit für verschiedene Altersklassen und Gesellschaftsschichten hat den VdK zum größten Sozialverband Deutschlands werden lassen.

Als Adolf Storch den Ortsverband 1995 übernahm, hatte er 80 Mitglieder. Heute profitieren 321 Mitglieder von den sozialen Angeboten. Laut Storch sind es vor allem die Bewältigung finanzieller Angelegenheiten, die die Menschen am meisten beschäftigen. Das Team der Kreisgeschäftsstelle Starnberg hilft den Mitgliedern bei sozialrechtlichen Fragen, unter anderem beim Ausfüllen von Renten- oder Behindertenanträgen. „Die Nachfrage ist so hoch, dass sich die Termine im 20-Minuten-Takt aneinanderreihen“, berichtet Storch. Ein Mitarbeiter sei allein mit den Rentenbelangen voll ausgelastet. Im Gegensatz zu anderen Einrichtungen gebe es beim VdK keine monatelangen Wartezeiten. Sobald jemand eine Mitgliedschaft geschlossen hat, kann er die sozialen Dienste in Anspruch nehmen.

Gleiches gilt für die zahlreichen Freizeitaktivitäten. Letzten Monat organisierte der Ortsverband Krailling-Pentenried, der sich über die Beiträge seiner Mitglieder finanziert, eine Führung durch das Audi-Werk.

Nur einmal geriet die Erfolgsgeschichte des Ortsverbandes ins Wanken. In den 60er Jahren kam es zu Unstimmigkeiten, woraufhin Pentenried einen eigenen Ortsverband gründete. Mittlerweile haben die beiden Ortschaften wieder zueinander gefunden. Gemeinsam kämpfen sie gegen soziale Ungerechtigkeit. Und haben

nach wie vor ein großes Ziel: den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken.

Karin Priehler

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