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Dreharbeiten für Folge 3 im Garten der Familie Kappelmaier: Joha nna Schwarz interviewt Marleen Kappelmaier und Tochter Zoe (8) gemeinsam mit Tontechniker Fabian Kuchler und Kameramann Luis Weindl. 

Johanna Schwarz schaut sich in ihrem Heimatort um

Vier Filme über Krailling zu Corona-Zeiten

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„Kraillinger Gschichten“ erzählen vom Leben in der Gemeinde während der Corona-Pandemie. Vier Teile hat die neue Serie. Weitere Filme könnten folgen.

Krailling – Bürgermeister Rudolph Haux ist begeistert. Fast geschenkt hat er jetzt den Imagefilm bekommen, den er immer wollte. Krailling präsentiert sich im Internet von seiner schönsten Seite. Zu verdanken ist das der Kraillinger Filmemacherin Johanna Schwarz. Sie hatte sich in ihrer Heimatgemeinde umgesehen und festgestellt: Die Pandemie hat auch eine positive Seite. „Der Zusammenhalt in der Gemeinde ist gewachsen.“ Davon wollte sie erzählen. „Kraillinger Gschichten“ ist das Ergebnis.

Musik vom Bruder

Schwarz arbeitet als Redakteurin für das Fernsehen und die Automobilbranche. Jetzt brachen ihr die Aufträge weg. Dies aber verschaffte ihr die Zeit, sich ihrer Heimatgemeinde zu widmen. Gemeinsam mit Auszubildenden der Mediaschool Bayern entstand eine vierteilige Serie. Schwarz ist für Konzept und Dramaturgie verantwortlich, die Azubis für Dreh und Schnitt. Ihr Bruder, der Musiker und Komponist David Schwarz, hat sich um die Filmmusik gekümmert. Die Freundin ihres anderen Bruders, Ronja Schinner, Radiomoderatorin aus Stockdorf, sprach die Beiträge.

Die ersten beiden Teile von „Krailling in Zeiten von Corona (Kraillinger Gschichten)“ sind bereits im Internet auf YouTube zu sehen. Über 2000 Menschen haben sie sich schon angeschaut. Die Themen bislang: Wie kam der Virus nach Krailling, was waren die Auswirkungen für den Ort? Im nächsten Schritt soll es dann um die Familien gehen. Der Trailer für diesen dritten Teil sollte am Freitag erscheinen. Bis Ende des Monats sollen alle vier Filme im Internet verfügbar sein. Zum Schluss wagt Schwarz den Ausblick: Wie kehrt das Leben in die Gemeinde zurück?

100 neue Follower für die Gemeinde

Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux wird immer wieder auf die Filme angesprochen. Auch er wurde interviewt, zudem wirkte er als Türöffner und vermarktet die Filme nun über die digitalen Kanäle der Gemeinde. 100 neue Follower auf Facebook brachte der Film der Gemeinde bereits ein. „Wir hatten schon mal überlegt, einen Imagefilm für Krailling produzieren zu lassen“, so Haux. Doch dies sei bislang aus finanziellen Gründen gescheitert. Jetzt sei Schwarz auf ihn zugekommen, die ersten beiden Teile machte sie ehrenamtlich. Für die nächsten beiden zahle die Gemeinde ihr einen kleinen Obolus.

Schwarz und Haux sind sich einig, dass es in Krailling noch viele Geschichten gibt, die es wert sind, erzählt zu werden. Und so meint der Bürgermeister, die „Kraillinger Gschichten“ seien nicht zu Ende, sie könnten weiter gehen. „Damit zeigen wir den Kraillingern, wie schön es ist, in Krailling zu leben.“ Haux kann sich auch vorstellen, die Möglichkeiten für Erzieher in der Gemeinde in einem Film darzustellen, um diese nach Krailling zu locken. Auch die Unternehmen könnten sich präsentieren, um Azubis anzusprechen. „Da gibt es viele Möglichkeiten“, meint er. Und wenn in Krailling künftig in der Ortsmitte gebaut werde, könne man Bauabschnitte in kurzen Filmen zeigen, und die Archäologen begleiten, die auf der Baustelle zugegen sein werden.

Kraillings Bürgermeister Haux zeigte sich mit de neuen vierteiligen Produktion sehr zufrieden. Er habe sich Videos anderer Gemeinden angesehen. „Die sind zum Teil ziemlich verstaubt.“ Krailling habe einen zeitgemäßen Auftritt.

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