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Sechs Wochen lang untersuchten in diesem Sommer die Archäologen (v.l.) Alex Müller, Sharif Husaini und Andrea Happach das Grundstück an der Margaretenstraße. Die erhofften großen Funde blieben jedoch aus.

Grundstück für Betreutes Wohnen

Wertvolle Funde bleiben aus

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Dem Haus für Betreutes Wohnen in Krailling steht nichts mehr im Wege. Die Baugrube ist fertig, heute soll sie abgenommen werden. Die Archäologen haben auf dem Grundstück nicht, wie zunächst erhofft, wertvolle Funde gemacht.

Krailling – Gegraben, gesiebt, gesucht – und nichts gefunden. Aus archäologischer Sicht hat das Grundstück an der Kraillinger Margaretenstraße entgegen den Erwartungen wenig hergegeben. Die Senioren der Gemeinde dürfte das freuen, denn dem dort geplanten Betreuten Wohnen steht nun nichts mehr entgegen, der Bau der 22 Wohnungen wird dadurch nicht verzögert. Die Baugrube ist bereits ausgehoben. Am heutigen Montag werde sie abgenommen, erklärt Julie Kleinke vom Verband Wohnen im Kreis Starnberg. Sobald dies geschehen sei, komme der Bauunternehmer, richte die Baustelle ein und dann gehe es richtig los. „Wir rechnen damit, dass das Gebäude im späten Frühjahr 2019 bezugsfertig ist.“

Dass die Archäologen das Grundstück vor Baubeginn unter die Lupe nehmen würden, war keine Überraschung für den Bauherrn, den Verband Wohnen im Kreis Starnberg. „Wir wurden seitens des Landratsamtes aufgefordert, das Grundstück zu untersuchen“, erklärt der Technische Leiter des Verbandes, Wolfgang Robl. Schließlich seien in der näheren Umgebung des Areals an der Kraillinger Margaretenstraße in der Vergangenheit bereits Hinterlassenschaften aus der Keltenzeit gefunden worden. Die Archäologen hätten daher nach Bodendenkmälern gesucht. Aber „sie haben nur ein paar Hinweise auf mögliche frühzeitliche Gründungen gefunden“, so Robl. Bodenverfärbungen deuteten auf sogenannte Pfostengruben hin. Ein Hinweis auf Häuser, die in Pfostenbauweise errichtet wurden und damit aus der Zeit der Kelten stammen könnten.

„Aber es wurden keine Teile aus der Zeit gefunden“, sagt Robl. Die Archäologen seien nur auf eine Scherbe aus dem 14. Jahrhundert und Ziegelreste aus der Zeit um das Jahr 1950 gestoßen. „Deshalb hat man nach sechs Wochen die Untersuchungen eingestellt.“ Dem Verband liege noch kein abschließender Bericht der Archäologen vor, sagt Kleinke. Aber „als das Baufeld freigegeben wurde, haben wir sofort mit der Baugrube losgelegt.“ 

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