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Zwei der Referenten des FBK-Infoabends: (v.li.) Bauingenieur Josef Nefele und FBK-Gemeinderat Rudolf Heidrich, der zum Thema Verkehr sprach.

Kraillinger Ortsmitteplanung

Der Widerstand geht weiter

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Die Planungen für die Kraillinger Ortsmitte werden weiter auf heftigen Widerstand stoßen. Das machte am Mittwoch ein Informationsabend der FBK deutlich.

Krailling – Es war sicherlich kein Zufall, dass die Freie Bürgergemeinschaft Krailling (FBK) für ihren Infoabend zum Thema südliche Ortsmitte Susanne Socher,Sprecherin des Landesverbandes Bayern von „Mehr Demokratie“, in die Brauerei eingeladen hatte, um über Bürgerbegehren und Bürgerentscheid zu sprechen. Die FBKbehält es sich offenbar vor, auch im jetzigen Stadium gegen die Planung vorzugehen. „Bürgerbegehren sind während des gesamten Prozesses der Bauleitplanung möglich“, betonte Socher. Man müsste sich natürlich einen guten Anwalt nehmen, um gegen Punkte der Ausschreibung vorzugehen, meinte Waltraud Asam

Laut FBK-Chef Wilhelm Mahler stehen viele Bürger Kraillings der Konzeption des neuen Ortszentrums weiter „sehr kritisch“ gegenüber. Ein untrügliches Zeichen hierfür sei, dass man für den Erhalt des Paulhanplatzes als Grünfläche in kurzer Zeit rund 1300 Unterschriften gesammelt habe. Wie berichtet, war das Bürgerbegehren jedoch für unzulässig erklärt worden.

Kritikpunkte sind weiter die geplante Verlegung des Wochenmarktes auf den Paulhanplatz und die mit hohen Kosten verbundene Pflasterung des Ortszentrums mit Bayerwald-Granit. Ob die Pflasterung mit Betonstein oder eine Kombination mit einer Asphaltdecke die bessere Lösung sei, ließ der als Experte geladene Bauingenieur Josef Nefele, seines Zeichens Bürgermeister von Egenhofen, offen. In jedem Fall sei Beton ein sehr gutes Systempflaster, biete vielerlei Möglichkeiten der Farbgestaltung und sei vor allem rund um die Hälfte billiger als Naturstein.

Die Planung mit Gesamtkosten von über fünf Millionen Euro gehe inzwischen ins Uferlose, sagte Asam. Doch nicht nur über die Beläge der neuen Ortsmitte, auch über die Verlegung der Bushaltestellen oder den Wegfall der Zebrastreifen müsse mit dem Bürger geredet werden. In ihrem Vortrag über die fünfjährige Planungsphase prangerte Asam die mangelnde Beteiligung der Bevölkerung an. „Zu wichtigen Punkten sind die Kraillinger nicht gehört worden.“ Eine Möglichkeit, dies nachzuholen und eigene Wünsche vorzutragen, biete die per Unterschriftenaktion erzwungene Bürgerversammlung am Montag, 1. Oktober.

Mit weniger Verkehr sei in Krailling jedenfalls nicht zu rechnen, konstatierte FBK-Gemeinderat Rudolf Heidrich. Solange die Germeringer Straße in Planegg verstopft sei und es auch in Gauting Staus gebe, würden sich Autofahrer Schleichwege durch Krailling suchen. Durch die neue Ortsmitte und den Wegfall der abknickenden Vorfahrt sei allenfalls mit einer gewissen Entlastung der Margaretenstraße zu rechnen.

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