Sozialwohnungen an der Margareten-/Ecke Elisenstraße: Die Gebäude sollen 2014 abgerissen werden – vorausgesetzt, alle Mieter haben bis dahin ein neues Zuhause. A-Foto: Höfle

Krailling plant Betreutes Wohnen in der Ortsmitte

Krailling - Die Gemeinde Krailling will eine Versorgungslücke bei altersgerechten Wohnangeboten schließen.

Die Kraillinger Ortsmitte erhält an der Margareten-/Ecke Elisenstraße ein völlig neues Erscheinungsbild. Die bestehenden Gebäudekomplexe mit insgesamt 23 Sozialwohnungen sollen einer Wohnanlage für Senioren weichen. Krailling sei eine der wenigen Kommunen, in denen es bislang kein Angebot für Betreutes Wohnen gebe, betonte Bürgermeisterin Christine Borst in der Sitzung am Dienstag. Deshalb ist im Gespräch, in dem Neubau eine Sozialstation für ambulante Pflege einzurichten. 22 barrierefreie Wohnungen für Betreutes Wohnen sollen entstehen.

Der Verband Wohnen im Landkreis Starnberg wird auf dem rund 1800 Quadratmeter großen Grundstück einen voraussichtlich L-förmigen, maximal dreigeschossigen Baukörper mit barrierefreien Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen errichten lassen, zum Großteil öffentlich gefördert, teils frei finanziert. Für den Neubau mit Tiefgarage will ihm die Gemeinde ihre Immobilie Elisenstraße 27/29 in Erbpacht überlassen; die Gebäude Margaretenstraße 22 bis 24 befinden sich im Eigentum des Verbands.

Die bestehende Bebauung soll 2014 abgerissen werden. „Vorausgesetzt, alle Mieter sind bis dahin ausgezogen.“ wie Rudolf Bördlein, technischer Leiter des Verbandes erklärte. Deren Unterbringung gestaltet sich jedoch schwierig, erst sechs der 18 Verbandswohnungen stehen leer. Eine Umzugs-Alternative könnte sich auf dem alten Kraillinger Bauhofgelände auftun. Dort soll zusätzlich eine Mehrgenerationen-Wohnanlage mit 15 Einheiten und Tiefgarage entstehen.

Die Wohnungsprojekte fanden im Gemeinderat nicht uneingeschränkt Anklang. Eleonore Zwißler (CSU) erklärte, sie kenne kaum ein Anlage für Betreutes Wohnen, die auch funktioniere. „Vielleicht wäre es notwendiger, wenn wir zentral eine Tagespflege hätten.“ Werner Engl (Grüne) und Richard Siebler (CSU-Fraktion) favorisierten statt einer reinen Senioren-Anlage ein durchmischtes Wohn-Quartier für Jung und Alt. Sebastian Sefzig (FDP) sprach sich dafür aus, in den Neubau einen neuen Bürgertreff zu integrieren und den für eine eventuelle Sozialstation vorgesehenen Gemeinschaftsbereich zu erweitern. „Ein kleiner Bürgertreff an dieser Stelle wäre schön“, meinte auch Michaela Weiss (FBK). Martin Hoffmann (SPD) hielt dies aufgrund des Raumangebots dagegen für unrealistisch: „Das wird immer eng.“

Einen Beschluss fasste der Gemeinderat am Dienstag noch nicht. Zumal auch für das Bauvorhaben auf dem Bauhofgelände an der Lohfeldstraße offensichtlich noch reichlich Diskussionsbedarf besteht.

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