Silvester

Krailling spricht sich für Böllerverbot aus

  • Andreas Deny
    vonAndreas Deny
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Bleibt der Himmel an Silvester über Krailling dunkel? Der Gemeinderat setzt sich jedenfalls dafür ein. Auf Antrag der FBK beschloss er mit 15:5 Stimmen, sich dem Aufruf der Deutschen Umwelthilfe „Böllerfrei ins neue Jahr“ anzuschließen.

Krailling – Im Vorjahr hatte sich die Gemeinde Krailling in einer Anzeige im „Informationsdienst“ an die Bevölkerung gewandt und darum gebeten „der Versuchung, ein Feuerwerk zu zünden, zu widerstehen oder zumindest weniger Geld und Feuerwerk ,zu verpulvern’“. „Bitten bringt nichts“, sagte Dietlind Freyer-Zacherl (FBK), es brauche ein Verbot. Die Liste der Argumente, die gegen das Böllern sprächen, werde immer länger: Freisetzung Tausender Tonnen von Feinstaub, vermeidbare Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Ärzten, Stress für Haustiere, Müllberge. Und nun komme noch Corona hinzu. Feuerwerke an Silvester beförderten Menschenansammlungen und damit die Ansteckungsgefahr.

Rechtliche Handhabe überprüfen

Man dürfe nicht mutwillig für Verletzte sorgen und Krankenhäuser belasten, erklärte Mathias Walterspiel (CSU-Fraktion). Um das Zünden von Feuerwerkskörpern in der Gemeinde zu verbieten, brauche es aber eine rechtliche Handhabe. Ob die vorhanden ist, soll nun die Verwaltung prüfen. Böllerverbote gab es in der Vergangenheit meist nur in lokal begrenzten Zonen, etwa in München in der Fußgängerzone. Bürgermeister Rudolph Haux wies darauf hin, dass in solchen Fällen das Verbot in der Regel mit einer Gefährdungslage begründet werde.

Verbot von Feuerwerken auf großen Wiesen

Sollte es nicht zu einem generellen, möglicherweise bundesweiten Verbot kommen, will die Gemeinde das Böllern auf Antrag von Andrea Schulte-Krauss (Grüne) zumindest auf großen öffentlichen Flächen untersagen: auf der Sanatoriumswiese, am Osthang und auf der Wiese am Ende des Sperberwegs. „Das Böllern ist nicht mehr zeitgemäß“, meinte Schulte-Krauss. Sie schlug wie Freyer-Zacherl alternativ künftig ein Laserfeuerwerk vor.

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