Projekt an der Margaretenstraße

Krailling sucht Träger für Betreutes Wohnen

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Krailling - Die Gemeinde Krailling will in der Margaretenstraße eine Anlage für Betreutes Wohnen erstellen lassen, um eine Versorgungslücke für ältere Menschen zu schließen.

Den Bau der rund 22 Wohnungen übernimmt der Starnberger Verband Wohnen. Um sich besser abstimmen zu können, drängt dieser darauf, einen Träger für die Anlage zu benennen. „Der Verband hat um eine Entscheidung baldmöglichst gebeten“, sagte Bürgermeisterin Christine Borst im Gemeinderat. Dort stellten Jan Lang, Kreisgeschäftsführer des BRK Starnberg, und Marcus Wicke, Bereichsleiter für Senioren und Pflege, am Dienstag das Konzept des Roten Kreuzes vor. Das BRK betreibt im Fünfseenland mehrere Anlagen für Betreutes Wohnen, so das Haus „Angerweg“ in Gauting, das Haus „Andechser Hof“ in Herrsching sowie die Schlosspark-Residenz Garatshausen. Entscheidend für die Betreuung älterer Menschen sei der Faktor Zeit, betonte Wicke, zumal die Bedürfnisse der Mieter – je nach Gesundheitszustand und Mobilität – sehr wechselhaft seien. In Herrsching und Gauting kümmert sich eine Betreuungsperson mit Ausnahme der Wochenenden täglich drei Stunden um die Mieter. Kostenpunkt: 98 Euro im Monat. In Garatshausen steht eine Hausdame sechs Stunden täglich als Ansprechpartnerin zur Verfügung, die Kosten des Betreuungsvertrages sind mit 145 Euro monatlich entsprechend höher. Zu einem typischen Grundservice-Paket für Betreutes Wohnen gehören in der Regel neben festen Sprechzeiten von Betreuungskräften vor Ort die Vermittlung und Organisation von Hilfsdiensten, ein Hausnotruf mit 24-Stunden-Bereitschaft sowie die Förderung von Kontakten zu anderen Mietern. Eine Hausdame bringe aber auch im Falle eines Klinikaufenthalts durchaus mal die Wäsche ins Krankenhaus, hieß es. Wicke empfahl, dem Betreuten Wohnen eine Tagespflege anzugliedern. Die dürfte in der derzeitigen Planung allerdings schwierig unterzubringen sein, da das Platzangebot bereits durch den geplanten Gemeinschaftsraum limitiert ist. Adrienne Akontz (Grüne) sprach sich dafür aus, lieber eine Sozialstation einzurichten und damit rund um die Uhr Dienstleistungen für ein ganzes Quartier anzubieten. Eine Entscheidung, wer Träger der Kraillinger Senioren-Einrichtung wird, fällte der Gemeinderat noch nicht. Man will sich erst von weiteren potentiellen Betreibern informieren lassen. Ein Vorzug des BRK sei, dass es viele Dienstleistungen aus einer Hand anbieten könne, machte Wicke Werbung in eigener Sache. „Wir haben sämtliche Angebote bei uns."

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