Krailling verteilt weiter Strafzettel

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Die sechsmonatige Testphase ist vorbei. Jetzt will die Gemeinde Krailling Falschparker dauerhaft aufschreiben lassen. Gewinn mache man damit nicht, heißt es.

Krailling – Die Gemeinde Krailling will auch in Zukunft den ruhenden Verkehr überwachen lassen. Seit Anfang des Jahres hat man den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland testweise für sechs Monate Knöllchen an Parksünder verteilen lassen – vor allem im Ortszentrum. Der Vertrag lief Ende Juli aus. Der Gemeinderat beschloss jetzt einstimmig, dem Verband auch im Hinblick auf die Parküberwachung beizutreten. Mit Geschwindigkeitskontrollen beim fließenden Verkehr hat Krailling – wie auch die Würmtalgemeinden Gauting, Gräfelfing, Planegg und Neuried – den Verband schon seit langem beauftragt.

Imme Kaiser war der Überzeugung, dass die Parküberwachung nichts bringe. „Das können wir uns sparen“, meinte die Gemeinderätin der Grünen. Das sah Bürgermeisterin Christine Borst anders. Dank der Kontrollen gebe es in der Margaretenstraße inzwischen wieder zahlreiche freie Parkplätze. Die Gemeinde hatte die Parküberwachung auch aufgrund von Klagen von Geschäftsleuten eingeführt. „Die Dauerparker sind jetzt weg“, erklärte CSU-Fraktionssprecher Hans Wechner. Auch Rudolf Heidrich (FBK) plädierte für eine Verlängerung der Kontrollen. Die Parkplatz-Situation werde nicht einfacher, da es im Ortszentrum in Zukunft zahlreiche Baustellen gebe. Diesen Monat starten die Kanalarbeiten des Würmtal-Zweckverbandes in der Margaretenstraße, außerdem laufen Bauarbeiten auf der Sanftlwiese und dem ehemaligen Schlecker-Grundstück.

Laut Verwaltung ist die Überwachung der Parkflächen kein Gewinngeschäft. Das anfallende Defizit werde aber bei weitem durch die Einnahmen aus der Kontrolle des fließenden Verkehrs abgedeckt, hieß es. Indem die Gemeinde dem Zweckverband nun komplett beitritt, werde die Überwachung kostengünstiger, sagte Kraillings Geschäftsleiter Franz Wolfrum.

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