BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet
Der Kraillinger Bauhof ist seit 1993 auf dem alten Gutshof der Barmherzigen Schwestern untergebracht. Die Gemeinde will das zirka einen Hektar große Areal jetzt kaufen. Foto: Rutt

Krailling will Bauhofgelände kaufen

Krailling - Im Vorjahr erreichten die Kraillinger Steuereinnahmen ein Rekordniveau. Angesichts des Geldsegens will die Gemeinde das Bauhofgelände erwerben.

Bürgermeisterin Christine Borst konnte es kaum fassen. „Das ist wie Weihnachten!“ Erstmals seit Jahren hat der Kraillinger Gemeinderat den Haushalt wieder einstimmig abgesegnet. Was auch der guten finanziellen Entwicklung der Kommune geschuldet ist. Steuereinnahmen in Höhe von 11,47 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr ins Gemeindesäckel, womit man ein neues Rekordergebnis erzielte. Mit 5,62 Millionen Euro wurde bei der Gewerbesteuer fast das Spitzenergebnis aus dem Jahr 2011 erreicht - und damit eine Steigerung um rund 80 Prozent im Vergleich zu 2013, als die Einnahmen drastisch einbrachen (3,17 Mio.) In der Gemeinde gebe es inzwischen sehr erfolgreiche Firmen, sagte Borst. Bei der Lohn- und Einkommenssteuer verzeichnete die Gemeinde mit 5,85 Millionen eine neue Bestmarke. Kämmerer Gerhard Friedrich ist zuversichtlich, dass die gute finanzielle Entwicklung anhält, auch aufgrund des vielversprechenden Starts in diesem Jahr. Für 2015 hat er Steuereinnahmen von 10,8 Millionen Euro veranschlagt.

Aufgrund der positiven Finanzlage will die Gemeinde das Bauhofgelände erwerben. Rund 1,3 Millionen Euro sind dafür in den Haushalt eingestellt. Das rund einen Hektar große Areal hat die Gemeinde seit 1993 von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern gepachtet, der Vertrag läuft bis 2022. Durch den Erwerb würde sich Krailling die Kosten für die Nutzung in Höhe von rund 27 000 Euro jährlich künftig sparen. Ein Erwerb des Geländes des Naturerlebnisgartens an der Sanatoriumstraße/Ecke Pentenrieder Straße ist vorerst nicht geplant.

2015 will die Gemeinde die Schulden für den Bau des Feuerwehrgerätehauses weiter abbauen. Hierfür sind 500 000 Euro einkalkuliert. Wie berichtet, hatte die Gemeinde den Bau über einen Geschäftsbesorgungsvertrag außerhalb des Haushalts finanziert, dessen Laufzeit bis Ende 2016 verlängert wurde. Bis Ende dieses Jahres soll die Schuldenlast auf 2,13 Millionen Euro sinken.

In den Straßenbau will die Gemeinde heuer ein halbe Million Euro investieren. Eine Prioritätenliste wird derzeit erarbeitet.

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