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Baustelle am Justus-von-Liebig-Ring: EOS errichtet hier ein Bürogebäude für 200 Mitarbeiter mit Tiefgarage.

Bebauung von KIM-Betriebssportplatz im Gespräch

EOS will weiter expandieren

Krailling - Die Kraillinger Laser-Tech-Firma EOS ist weiter auf Expansionskurs. Die Grundstücke im Gewerbegebiet KIM sind allerdings knapp. Jetzt soll der dortige Sportplatz bebaut werden.

Die Kraillinger Firma EOS wächst und wächst. Im Sommer 2014 hat das Unternehmen auf 17 000 m2 ein neues Technologie- und Kundenzentrum am Justus-von-Liebig-Ring im Gewerbegebiet KIM eröffnet, derzeit entsteht gegenüber ein Bürogebäude für 200 Mitarbeiter. Doch die florierende Firma, Weltmarktführer im Bereich des industriellen 3-D-Drucks, benötigt weiteren Platz. Dabei will man, wie Unternehmensgründer Hans Langer beim Neujahrsempfang der örtlichen CSU erklärte, dem Standort Krailling treu bleiben. EOS würde deshalb gerne das angrenzende Grundstück des Betriebssportplatzes bebauen. Ein Vorhaben, von dem der Gemeinderat inzwischen in nicht-öffentlicher Sitzung in Kenntnis gesetzt wurde. Dem Vernehmen nach stand das Gremium einer Bebauung durchaus offen gegenüber.

Der Betriebssportplatz der KIM verdient seinen Namen schon lange nicht mehr. In den vergangenen Jahren kickten hier vorwiegend Freizeitteams, oft aus Nachbargemeinden. Derzeit darf die Fläche, die sich im Besitz der Gemeinde befindet, von Firmen auch als Parkplatz genutzt werden (wir berichteten). Das Grundstück ließe sich in einem absehbaren Zeitrahmen bebauen, da es als Sportfläche bereits im Umgriff des Bebauungsplans Nr. 50 KIM enthalten ist. Sprich: Die rund 16 000 m2 sind bereits aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen und fallen auch nicht unter die Bannwaldverordnung.

Allerdings müssten für das Gelände im Falle einer Bebauung spezielle artenschutzrechtliche Prüfungen durchgeführt werden, wie Kraillings Bauamtsleiter Helmut Mayer betont. Rund um den Sportplatz seien zudem Biotopflächen kartiert. Diese müssten näher untersucht werden, zumal die Kartierung schon eine Zeit lang her sei. Ein Antrag der Firma EOS auf Änderung des Flächennutzungs- sowie Bebauungsplans liegt laut Mayer derzeit noch nicht vor. Es sei zwar bekannt, dass bei dem Unternehmen Erweiterungsbedarf „in erheblichem Maße“ vorhanden sei, genaue Zahlen gebe es bis dato aber nicht. Deshalb sei auch offen, ob die Firma das gesamte Grundstück benötige. Auch andere Firmen im Kraillinger Gewerbegebiet haben inzwischen zusätzlichen Platzbedarf angemeldet.

Zu den Zukunftsplänen seines Unternehmens will EOS-Pressesprecher Martin Rudlof noch nichts sagen. Er spricht lieber über die aktuelle Baustelle, über Neubau Nummer fünf, wie er es nennt – das Bürogebäude für 200 Mitarbeiter. Da die Parkplatzsituation in der KIM angespannt ist, wird in dem Gebäude auch eine Tiefgarage mit 90 Stellplätzen unterkommen. „Der zusätzliche Platz wird dringend benötigt“, sagt Rudlof, denn EOS zeige weiterhin ein starkes Unternehmenswachstum einhergehend mit stetig wachsenden Mitarbeiterzahlen. Ende vergangenen Jahres habe die Firma weltweit mehr als 750 Mitarbeiter beschäftigt und damit ihre Belegschaft um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erweitert. Den Unternehmensumsatz im vergangenen Geschäftsjahr habe EOS auf 263 Millionen Euro steigern können.

Laut Rudlof kommen die Arbeiten für den neuen Bürokomplex gut voran. „Bis März arbeitet sich der Rohbau aus der Baugrube heraus, die Fertigstellung des Gebäudes ist Anfang 2017 geplant.“

Victoria Strachwitz und Andreas Deny

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