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Kraillinger will AfD-Landrat werden

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Von: Victoria Strachwitz

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Markus Becher hat Großes vor. © Privat

Mit einem Kraillinger tritt die AfD zur Landratswahl im Landkreis Starnberg an. Markus Becher hat außerdem vor, für den Kreistag und den Gemeinderat zu kandidieren.

Krailling – Die AfD hat ihren Ortsverband im Würmtal noch nicht lange, da hat er bereits Großes vor. Der Vorsitzende Markus Becher (49) aus Krailling will Landrat des Landkreises Starnberg werden, und auch auf der Liste der AfD für die Wahl des Kreistages ist sein Name einer von sieben. Letzte Woche gingen die entsprechenden Unterlagen beim Landratsamt in Starnberg ein. In Planung befindet sich derweil Markus Bechers Kandidatur für den Kraillinger Gemeinderat. Auch für diese Wahl wolle die Partei mit einer Liste antreten, erklärt er.

Markus Becher ist verheiratet, Vater zweier Kinder und seit 20 Jahren als selbstständiger Informatiker und Mathematiker in meist internationalen Projekten tätig. Seit 2013 ist er Mitglied der AfD. Zu seinen Ambitionen, in der Politik Karriere zu machen, sagt er: „Das hat sich so ergeben. Wir erhoffen uns dadurch, die Menschen auf uns als Alternative hinzuweisen.“ Die Partei wolle ehemalige CSU-Wähler gewinnen, die ihre politische Heimat verloren hätten, „da gehöre auch ich dazu“, erklärt Becher.

Dem Kraillinger gefällt die direkte Demokratie, wie sie in der Schweiz gelebt wird. „Die hätte ich gerne in Deutschland auf allen Ebenen.“ Finanzielle Belange nimmt er davon nicht aus. Gerade zu Vorhaben, die ein gewisses Volumen überschreiten, solle man die Bürger fragen, findet er. Er wünscht sich eine sparsame Haushaltsführung. Schließlich werde in den Kommunen anvertrautes Geld ausgegeben. Man müsse sehen, „dass man das nicht in unsinnigen Projekten verpulvert“. Er würde das Geld vor allem in Infrastruktur investieren. Becher steht für den Breitbandausbau, möchte Lücken in bestehenden Mobilfunknetzen schließen und Radwege weiter ausbauen. Diese drei Maßnahmen dienten dazu, „Verkehr von der Straße wegzubekommen“.

Sozialleistungen seien hingegen unproduktive Ausgaben. Man solle die Leute lieber befähigen, wieder zu arbeiten. „Wir haben hohe Kosten durch illegale Masseneinwanderung, das verbrennt Geld.“ Er würde diese Kosten gerne auf kommunaler Ebene transparent machen. Weiter will er sich für eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung einsetzen und bürokratische Prozesse verbessern.

Was Umweltschutz betrifft, ist Becher der Meinung, man müsse mit Vernunft agieren „und nicht auf unbewiesene Behauptungen reinfallen“. Dass es einen menschengemachten Klimawandel gebe, sei „eine Behauptung, das ist nicht beweisbar“. Gebe es den Klimawandel, biete dieser auch Chancen, wie beispielsweise zwei Ernten im Jahr, so Markus Becher.

Der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete der AfD, Martin Hebner, erklärt, die Partei trete im Landkreis Starnberg an, um „neuen Wind und neue Aspekte reinzubringen“. Dieser Wind kommt aus dem Würmtal. Dort wurde im November der erste Ortsverband im Landkreis Starnberg gegründet.

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