Das Chaos am Knotenpunkt Pasinger-/ Lochhamer Straße in Gräfelfing wird derzeit durch die Bauarbeiten verschärft. Nach Abschluss der Arbeiten im September soll die Kreuzung sicherer und leistungsfähiger sein. Foto: Denise Höfle

Kreuzungsumbauten in Gräfelfing: Mehr Sicherheit, weniger Wartezeit

Gräfelfing - Trotz Ferienzeit ist Gräfelfings Hauptknotenpunkt an der Pasinger Straße zwischen Lochhamer Straße und Autobahnzubringer derzeit verstopft. Grund sind Kreuzungsumbauten im gesamten Bereich, von denen die Verkehrsplaner sich kürzere Wartezeiten und mehr Sicherheit versprechen.

Gut 30 000 Autos passieren diesen Knotenpunkt täglich, und die Rückstaus während der Stoßzeiten sind in den letzten Jahren gewachsen. Wer an einem Wochentag um 17 Uhr die Pasinger Straße nordwärts fährt, muss sich häufig schon bei der Tankstelle, spätestens beim Friedhof in den Stau stellen - oder einen der Schleichwege (Lochhamer Schlag, Würmstraße) nutzen, die freilich ebenfalls überlastet sind. Zumindest bis zum Bau der St 2063 neu ist keine Besserung in Sicht, im Gegenteil. Durch die Erweiterung der Gewerbegebiete in Gräfelfing und Steinkirchen und den steten Ausbau des Martinsrieder Uni-Campus’ nimmt der Verkehr zu.

Deshalb sah sich die Gemeinde Gräfelfing veranlasst, die Kreuzungen in diesem Bereich zu ertüchtigen. Dies geschieht nun auf Grundlage eines Entwurfs des Büros Ingevost unter technischer Federführung des Gräfelfinger Ingenieurbüros Haas.

An der Kreuzung Pasinger-/ Lochhamer Straße wird von Pasing kommend aus dem freilaufenden Rechtsabbieger (in die Lochhamer Straße) eine kombinierte Geradeaus-/Rechtsabbiegerspur mit Ampel. Der Grund: Das Verkehrsaufkommen erforderte eine zweite Geradeausspur. An derselben Kreuzung werden Autofahrer, die von der Lochhamer Straße nach rechts in die Pasinger Straße einbiegen, sich nun bereits auf der Würmbrücke rechts einordnen können. An der Einmündung erwartet sie ebenfalls eine Ampel, so dass es für die Autofahrer, die auf die Autobahn wollen, keine Verflechtung mit fließendem Verkehr mehr gibt und das Einfädeln ganz entfällt.

Die Einmündung des Autobahnzubringers in die Pasinger Straße erhält eine echte Rechtsabbiegerspur, die so leistungsfähig sein soll, dass im Gegenzug der südliche Ast der Straße Am Haag zur Sackgasse werden kann. Ingevost-Chef Christian Fahnberg: „Die größten Störer waren die Autofahrer, die aus dem Haag nach rechts in die Pasinger Straße einbogen.“

Die gefährliche Kreuzung Am Haag/Autobahnzubringer wird durch eine eigene Ampelanlage, zwei Fußgäng-erüberwege und eine neue Linksabbiegespur (von der Autobahn kommend in das Gewerbegebiet) entschärft und leistungsfähiger gemacht.

Und schließlich werden Autofahrer, die von der Autobahn aus Richtung München kommen und bei der Heitmeiersiedlung nach rechts in die Pasinger Straße einbiegen wollen, demnächst eine Ampel vorfinden. Das bisherige Zeichen „Vorfahrt gewähren“ wurde allzu häufig missachtet und nicht nur der Verkehr auf der Staatsstraße, sondern auch der ebenfalls vorfahrtsberechtigte Verkehr aus der Heitmeiersiedlung oft ignoriert - mit teuren Folgen.

All diese Ampeln sollen nach neuen Berechnungen miteinander verbunden und koordiniert werden, so dass beispielsweise ein Autofahrer, der von der Autobahn kommt und bei Grün die Straße Am Haag quert, an der Einmündung in die Pasinger Straße ebenfalls Grün vorfindet. Die Arbeiten sollen bis Anfang September dauern.

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